L'Arca in Ostia

Eine Alternative zum herkömmlichen Strandbad

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ROM, 20. Augsut 2012 (ZENIT.org). - Ostia ist jeden Sommer das Ziel tausender Italiener, die am Strand Abkühlung von den heißen Sommertagen in der Stadt suchen. Die Auswahl an „stabilimenti“, den Strandbädern, ist unendlich, doch für manchen sind sie unerschwinglich. Die Kosten für das Anmieten eines Sonnenschirms und einer Liege sprengen häufig das zur Verfügung stehende Budget. Deshalb hat die „Cooperativa Sociale Roma Solidarietà“ (C.R.S.) gemeinsam mit der „Caritas Diocesana di Roma“ das Projekt „L'Arca“ (die Arche) ins Leben gerufen. 

Die „Arca“ unterscheidet sich äußerlich in keinster Weise von den übrigen Strandbädern. Den Besuchern steht die übliche Ausstattung zur Verfügung, ebenso ein Spiel- und Unterhaltungsprogramm für Jung und Alt. Darüber hinaus will die „Arca“ vor allem ein Ort der Begegnung, der Toleranz, des Zuhörens und der Solidarität sein.

Die „Arca“ unterscheidet sich insofern von den anderen Strandbädern, dass sie eine Alternative für alle darstellen will. Jeder soll die Möglichkeit haben, einen Tag oder einen längeren Zeitraum am Meer zu verbringen. „Circa 300 Liegeplätze sind deshalb für die Familien und Senioren reserviert, die von der Caritas betreut werden und so hier ihre Ferien verbringen können“, wie Alberto Colaiacomo in einem Interview mit Radio Vatikan ausführte.

Kulturelle und kreative Aktivitäten gehören dabei zum festen Programm. Das Strandbad bleibt das ganze Jahr über in Betrieb; in den Wintermonaten öffnet es seine Pforten für besondere Veranstaltungen und fällt nicht – wie die anderen Strandbäder – in den Winterschlaf.

In der „Arca“ sollen Familien generationenübergreifend ihre Zeit miteinander verbringen. Gleichzeitig soll auch den Familien die Möglichkeit gegeben werden, miteinander Kontakte zu knüpfen. Viele Besucher kommen, um das Projekt zu unterstützen, denn die Einkünfte der „Arca“ werden zum großen Teil für andere Projekte der Caritas genutzt. Gleiches gilt für die Einnahmen des Restaurants, das ausschließlich Produkte aus „Fair Trade“- Handel anbietet. Wer seinen Tag am Meer in der „Arca“ verbringt, leistet deshalb gleichzeitig einen karitativen Beitrag und hilft seinem Nächsten.

Doch die „Arca“ bietet noch mehr: „Sie ist das einzige Strandbad, das eine religiöse Betreuung am Strand anbietet. An den Festtagen feiert man hier zwei Messen“, wie Alberto Colaiacomo gegenüber Radio Vatikan besonders betonte. Die Initiative entstand auf den mehrfach geäußerten Wunsch der Familien, denn es war für sie organisatorisch schwierig, den Besuch der Messe mit der Fahrt ans Meer zu vereinbaren. Das Problem wurde mit der Errichtung einer kleinen Kapelle gelöst, in der nun alle gemeinsam die Messe feiern können. 

Weitere Informationen über das Strandbad „L'Arca“, seine Aktivitäten und Projekte kann man dieser Seite entnehmen. [bd]