"La Madonna delle Lacrime" in Syrakus

Die Geschichte eines Wunders

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 412 klicks

Vor 60 Jahren ereignete sich in Syrakus auf Sizilien ein Wunder. An einem Gipsbild mit der Darstellung einer Madonna flossen am 29., 30., 31. August und am 1. September menschliche Tränen aus den Augen. Das kleine Bild befand sich damals im Schlafraum der beiden Jungvermählten Angelo Iannuso und Antonia Giusto in der Via degli Orti di San Giorgio Nr. 11.    

Das Wunder wiederholte sich sowohl innerhalb als auch außerhalb des Hauses. Viele Menschen wurden damals Zeugen des Wunders, darunter auch Nicola Guarino, der 300 Aufnahmen des Tränenflusses anfertigte. Am 1. September kam schließlich im Auftrag der erzbischöflichen Kurie in Syrakus eine Kommission aus Ärzten und Forschern zusammen, um im Haus der Familie Iannuso dem Wunder nachzugehen. Die Tränen auf dem Bild wurden getrocknet und anschließend ein Kubikzentimeter der aus den Augen tretenden Flüssigkeit entnommen. Die mikroskopische Untersuchung ergab, dass in der Flüssigkeit für Tränen typische Substanzen enthalten und sie deshalb als menschliche Tränen zu definieren seien.

Im Anschluss an das Bekanntwerden des Tränenwunders entstand ein wahrer Kult um das Devotionsbild. Das Heiligtum, in dem es sich heute befindet, wurde 1957 von französischen Architekten entworfen. 1966 begannen die Arbeiten des damals hochmodernen Baus, der auch heftige Kritik auslöste. Fast 30 Jahre später, am 6. November 1994, konnte das Heiligtum schließlich vom seligen Johannes Paul II. eingeweiht werden.

Weitere Informationen über die „Madonna delle Lacrime“ und das Heiligtum können dieser Seite entnommen werden.