Laien, die Protagonisten der neuen Evangelisierung

Redebeitrag von Leonardo Ulrich Steiner OFM, Titularbischof von Tisiduo

| 882 klicks

VATIKANSTADT, 16. Oktober 2012 (ZENIT.org).- Im Folgen veröffentlichen wir den zusammengefassten Redebeitrag bei der Generalkongregation vom 15. Oktober 2012 von Leonardo Ulrich Steiner OFM, Titularbischof von Tisiduo, Weihbischof in Brasília, in einer Arbeitsübersetzung des Heiligen Stuhls.

***

Lassen Sie mich etwas zu den Subjekten der Weitergabe des Glaubens sagen. Lumen gentium bekräftigt, dass es „Sache der Laien ist, kraft der ihnen eigenen Berufung in der Verwaltung und gottgemäßen Regelung der zeitlichen Dinge das Reich Gottes zu suchen...Dort sind sie von Gott gerufen, ihre eigentümliche Aufgabe, vom Geist des Evangeliums geleitet, auszuüben und so wie ein Sauerteig zur Heiligung der Welt gewissermaßen von innen her beizutragen und vor allem durch das Zeugnis ihres Lebens, im Glanz von Glaube, Hoffnung und Liebe Christus den anderen kund zu machen“ (LG 31).

Das Nachsynodale Apostolische Schreiben Evangelii Nuntiandi erinnert daran, dass sich „die Laien auch berufen fühlen oder berufen werden können zur Mitarbeit mit ihren Hirten im Dienst der kirchlichen Gemeinschaft, für ihr Wachstum und ihr volles Leben. Sie können dabei sehr verschiedene Dienstaufgaben übernehmen, ja nach der Gnade und den Charismen, die der Herr ihnen jeweils schenkt“ (Nr. 73).

In Anlehnung an das Nachsynodale Apostolische Schreiben Christfideles laici lädt das Dokument der Konferenz des lateinamerikanischen Episkopats in Santo Domingo (Nr. 97) alle Laien ein, Protagonisten der neuen Evangelisierung, der Förderung des Menschen und der christlichen Kultur zu werden. Eine kontinuierliche Förderung des Laienstandes ist erforderlich, frei von jeglicher Klerikalisierung und ohne Verkürzung auf innerkirchliche Belange. Es ist erforderlich, dass die nicht evangelisierten Getauften die Hauptempfänger der neuen Evangelisierung sind. Sie wird dann effizient zur Vollendung gebracht, wenn die Laien - sich ihrer Taufe bewusst - dem Ruf Christi folgen und zu Protagonisten der neuen Evangelisierung werden.

Die neue Evangelisierung sollte als „neue Akteure“ der Evangelisierung die jungen Menschen in Betracht ziehen: Jugendliche, die Jugendliche evangelisieren. Es gilt, sie auf die Katechese vorzubereiten durch die Teilnahme am Leben der Glaubensgemeinschaft und durch die missionarischen Erfahrungen, um in der Gemeinschaft und in der Gesellschaft arbeiten zu können; man sollte die neuen Aeropage der Jugendlichen wie die Welt der Bildung, der Medien, des Internet, der Kunst, usw. in Betracht ziehen als unverzichtbare Orte für die neue Evangelisierung.