Laos: Ausweisung von Christen, die an ihrem Glauben festhalten

Behörden des Distrikts Atsaphangthong reagieren auf Wachsende Anzahl von Konversionen zum Christentum

Rom, (ZENIT.org) | 341 klicks

Die Behörden des Distrikts Atsaphangthong (Provinz Savannakhet) haben beschlossen, dass die christlichen Einwohner verschiedener Dörfer des Distrikts ausgewiesen werden sollen, sollten sie nicht auf ihren christlichen Glauben verzichten. Wie Beobachter dem Fidesdienst berichten, wurde diese Maßnahme getroffen, nachdem eine wachsende Anzahl von Konversionen zum Christentum verzeichnet worden war. Der Beschluss wurde am 21. September von Vertretern der Behörden im Rahmen einer Versammlung der Dorfbewohner von Huay bekannt gegeben. An dem Treffen nahmen auch nichtchristliche Bürger teil. Der Beschluss wurde von den Christen abgelehnt, die daran erinnerten, dass die laotische Verfassung Religionsfreiheit garantiert. Man sei bereit, sich aus dem Dorf ausweisen zu lassen, werde aber nicht auf den christlichen Glauben verzichten.

Die Nichtregierungsorganisation „Human Rights Watch for Lao Religious Freedom“ (HRWLRF) beklagt, dass sich die Beamten in vielen Teilen des Landes nicht an die Verfassung halten. Die Nichtregierungsorganisation fordert in diesem Zusammenhang auch von der laotischen Regierung die Achtung der Internationalen Konvention über Bürgerrechte und politische Rechte, die von Laos 2009 ratifiziert wurde. Das Recht auf die freie Wahl des eigenen Glaubens und das Recht auf öffentliches Bekennen zum eigenen Glauben ist im Artikel 16 der Konvention festgeschrieben, die jede Form des Einschränkung persönlicher Freiheiten, einschließlich des Rechts auf Religionsfreiheit verurteilt. In diesem Zusammenhang fordert HRWLRF auch Maßnahmen zur Kontrolle der Tätigkeit und des Machtmissbrauchs der lokalen Beamten und zum Schutz der laotischen Christen.

(Quelle: Fidesdienst, 25/09/2013)