Latein als liturgische Sprache, Ausdruck der Einheit und Universalität der Kirche

Was der Papst in „Sacramentum caritatis“ über die Verwendung des Lateinischen sagt

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ROM, 13. März 2007 (ZENIT.org).- In dem heute veröffentlichten Nachsynodalen Apostolischen Schreiben Sacramentum caritatis („Sakrament der Liebe“), in dem die Ergebnisse der letzten Bischofssynode zusammengefasst werden, rät Papst Benedikt XVI. dazu, die Eucharistie bei internationalen Begegnungen auf Lateinisch zu feiern.



„Um die Einheit und die Universalität der Kirche besser zum Ausdruck zu bringen, möchte ich empfehlen, was die Bischofssynode in Übereinstimmung mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil vorgeschlagen hat“, schreibt der Papst in Abschnitt 62. „Es ist gut, wenn außer den Lesungen, der Predigt und den Fürbitten der Gläubigen die Feier in lateinischer Sprache gehalten wird; ebenso sollen die bekanntesten Gebete aus der Überlieferung der Kirche in Latein gesprochen und eventuell einige Teile in gregorianischem Choral ausgeführt werden.“

Anschließend bittet er darum, dass die Priesteramtskandidaten „von der Seminarzeit an darauf vorbereitet werden, die heilige Messe in Latein zu verstehen und zu zelebrieren sowie lateinische Texte zu nutzen und den gregorianischen Choral zu verwenden“. Darüber hinaus sollte nicht die Möglichkeit außer Acht gelassen werden, „dass auch die Gläubigen angeleitet werden, die allgemeinsten Gebete in Latein zu kennen und gewisse Teile der Liturgie im gregorianischen Stil zu singen“.