Lateinamerikasonntag: Kirche in Spanien feiert ihre Missionare

878 spanische Diözesanpriester arbeiten in Amerika, Afrika und Asien

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MADRID, 27. Februar 2008 (ZENIT.org).- Am Sonntag, den 2. März, feiert die katholische Kirche in Spanien den Missionssonntag für Lateinamerika, den der bischöfliche Ausschuss für Mission und Zusammenarbeit der Spanischen Bischofskonferenz unter dem Motto „Lateinamerika, ein Kontinent in Mission“ veranstaltet.

Derzeit sind 878 spanische Priester als Missionare tätig. Wie die bischöfliche Missionskommission berichtete, wurden im Jahr 2007 insgesamt 18 Priester von der OCSHA nach Amerika und insbesondere nach Peru entsandt.

„Vor 60 Jahren hat die Konferenz der spanischen Erzdiözesen eine der dringlichsten Herausforderungen der Sendung der Kirche zu einem ihrer Schwerpunkte gemacht: die Verbreitung der Frohbotschaft Jesu. Aus dieser missionarischen Unruhe entstand insbesondere aus historischen und kulturellen Gründen das Werk für die Hispano-Amerikanische Zusammenarbeit der Priester (Obra de Cooperación Sacerdotal Hispano-Americana, OSCHA)“, heißt es im Vorstellungsschreiben des Vorsitzenden des bischöflichen Missionsausschusses, Bischof Ramón del Hoyo López von Jaén.

Seither widmeten sich über 2.300 Diözesanpriester der Evangelisierung dieses Kontinents. „Die spanischen Diözesen haben nie aufgehört, ihren Blick auf diese geliebten Länder zu richten, in die bereits unsere Vorfahren das Evangelium brachten“, heißt es in der Botschaft weiter. „Hunderte und Tausende von Ordensleuten, Priestern und Laien haben an einem Staffellauf teilgenommen, bei dem sie die Fackel der Liebe des Evangeliums Jesu Christi in dieses Land trugen.“

In einer Botschaft anlässlich des Missionssonntags erinnert der Vorsitzende der Päpstlichen Kommission für Lateinamerika daran, dass „jeder Gläubige in Lateinamerika und in der Welt Jünger und Missionar sein soll“. Dies sei eine dringliche Einladung an die „Christen in den lateinamerikanischen Ländern, die sich auch auf Christen in anderen Ländern ausdehnt“, und der „insbesondere jener Teil des pilgernden Gottesvolkes in Spanien auf besondere Weise nachkommt“. Doch Spanien sei nicht nur „Wiege missionarischer Berufungen“, denn „in den vergangenen Jahren wurde es auch Ziel von Priestern, die ihre eigene Heimat verlassen haben, um ihr Amt in Spanien auszuüben, und die mehr und mehr an der komplexen und umfassenden Pastoral unter den Zuwanderern mitwirken“.

Die meisten spanischen Priester, die als Missionare tätig sind, kommen aus der Diözese Madrid (77), gefolgt von Burgos (54), Pamplona-Tudela (48) und Toledo (47). Gegenwärtig sind 75 spanische Diözesanpriester in Afrika tätig, insbesondere in Simbabwe (17) und in Angola (11). In Amerika sind insgesamt 785 Priester aus spanischen Diözesen tätig, davon die meisten in Peru (128), gefolgt von den Vereinigten Staaten (87), Venezuela (78) und Brasilien (73). In Asien wirken 18 spanische Priester, die Hälfte davon in Japan.