Lautstarker Protest gegen friedliche Mahnwache

Presse solidarisiert sich mit aggressiver Störaktion

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LONDON, 3. April 2012 (ZENIT.org). – Die Gruppierung von Abtreibungsgegnern „40 Days for Life“ konnte sich am vergangenen Freitagabend am Bedford Square in London vor einer Abtreibungsklinik erfolgreich gegen eine kleine, aber lautstarke Schar von Abtreibungsbefürwortern behaupten und protestierte gemeinsam mit Bischof Alan Hopes friedlich mit Gebeten. Es war einer der letzten Tage einer Aktion, bei der sich 40 Tage lang Teilnehmer vor Abtreibungskliniken versammelten, um für ein Ende von Abtreibung zu beten. Bisher konnten sie das auch ungestört tun.

Am Freitagabend hingegen war eine große Protestaktion von Abtreibungsbefürwortern angekündigt worden, die sich „Pro Choice“ nennen. Mit Schildern und Plakaten, fast alle mit beleidigenden und blasphemischen Inhalten, sowie mit Trommeln und Megaphonen zeigten sie ihre aggressive Seite und machten mit ihren lautstarken Protesten das Beten schwer. Zahlreiche Pressevertreter berichteten über das Schauspiel, das etwa drei Stunden lang in emotional aufgeheizter Atmosphäre andauerte.

Die tobende Menge der Abtreibungsbefürworter durchbrach mehrere Male die Absperrung der Polizei, die ein Übergreifen der Pro-Choice Gruppe auf die Abtreibungsgegner verhindern sollte, und mischte sich unter lautem Jubel ihrer Unterstützer mit ihren Plakaten in die Menge der betenden Gruppe. Die Polizei reagierte sehr verhalten auf diese Zwischenfälle. Die Presse zeigte sich hocherfreut über die Aktionen, die ausgiebig fotografiert wurden; die Pressefotografen machten auch Bilder voneinander, nachdem sie sich Fähnchen mit den Slogans der Pro-Choice-Gruppe angesteckt hatten.

Gegen 10 Uhr abends löste sich die Versammlung mit über einer Stunde Verspätung langsam auf. Ein noch längeres Bleiben und Protestieren hätte, so die Einschätzung vieler Teilnehmer, sehr wahrscheinlich bald zu Handgreiflichkeiten der Pro-Choice-Gruppe auf die Betenden geführt.

Diana Nefiodow