Lebenslanger Einsatz für den Pacelli-Papst

Schwester Margherita Marchione veröffentlichte neues Buch

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ROM, 24. Juni 2009 (ZENIT.org).- Die 87jährige Ordensschwester Margherita Marchione von der Schwesternkongregation Maestre Pie Filippini, die bereits mehr als 60 Bücher über Pius XII. verfasste, hat ihrem reichem Schaffen vor kurzem eine Anthologie über den Pacelli-Papst hinzugefügt. Die meisten ihrer Bücher sind leidenschaftliche Verteidigungen des Papstes, dem vorgeworfen wird, in der Zeit des Zweiten Weltkrieges zu wenig für die Juden getan zu haben.

Schwester Margheritas Forschungen werden auch international geschätzt. Zu ihren Förderern gehören unter anderem der jüdische Historiker Sir Martin Gilbert und - in zunehmendem Maße - auch Rabbiner und Juden.

Im Jahr 1957 begegnete Schwester Margherita Papst Pius XII. zum ersten und letzten Mal in ihrem Leben. „Nur wenn ich an ihn denke, kann ich seine Stimme hören", erinnert sie sich. „Da war etwas an ihm, das war so heilig" - eine Einschätzung, die sie auch mit Fakten zu belegen versucht. Pius XII. sei nicht „leise" gewesen, meint Schwester Margherita. Seine Verurteilungen des Nationalsozialismus seien regelmäßig im „Osservatore Romano" und auf „Radio Vatikan" verbreitet worden. Was auch immer Bischöfe und apostolische Delegationen in Europa zur Rettung der Juden getan hätten, sei gemäß seinen Anweisungen erfolgt. Alle Konvente, Klöster und der Vatikan selbst hätten ihre Tore für die Juden geöffnet, weil Papst Pius XII. sie dazu aufgefordert habe. „Was hätte er noch mehr tun können?", fragt Schwester Margherita.

Pius XII. habe sogar wissentlich sein Leben riskiert und sei auf seine etwaige Ermordung vorbereitet gewesen. Tatsächlich sollen die Nazis laut jüngsten Aussagen im Jahr 1943 eine Ermordung oder Entführung des Papstes geplant haben. „Kann man sich von dieser Angst eine Vorstellung machen, die er tagaus tagein hatte?", so Schwester Margherita. „Was wäre mit ihm, der katholischen Kirche und dem Vatikan passiert? Er hatte eine fürchterliche Verantwortung."

Die Ordensfrau, die als „kämpfende Nonne" bekannt ist, bleibt von der festen Hoffnung erfüllt, dass sie die Seligsprechung Pius XII. noch erleben wird. Zurzeit fehlen noch die auf seine Fürsprache erfolgten Wunder, weshalb Margherita auch viele Menschen dazu ermuntert, Papst Pius XII. im Gebet um Hilfe zu bitten.