Leobin (6. Jahrhundert)

Bischof von Chartres

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 318 klicks

Leobin von Chartres wurde gegen Ende des 5. Jahrhunderts bei Poitiers geboren. Als Junge hütete er das Vieh seiner Eltern, die Bauern waren. Leobin erhielt keinerlei Schulausbildung. Eines Tages kam ein Mönch aus dem nahegelegenen Kloster vorbei, während Leobin die Tiere weidete und schloss Freundschaft mit dem Jungen. Der Mönch unterrichtete ihn im Lesen und Schreiben. Leobin trat später in das Kloster ein. Nach einiger Zeit, die er als Einsiedler gelebt hatte, wurde er zum Priester geweiht und Abt des Kloster in Brou bei Chartres. 544 wurde Leobin von König Childebert I. zum Bischof von Chartres ernannt.

Leobin von Chartres starb am 14. März 557 nach mehrjähriger Krankheit. Er wurde in der Kathedrale von Chartres beigesetzt. Das Grab wurde aber zerstört und nur seine Kopfreliquie blieb erhalten. Sie befindet sich in Saint-Nicolas in Blois bei Chartres.