Leonhard von Porto Maurizio (1676-1751)

Patron der Volksmissionare

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 314 klicks

Leonhard von Porto Maurizio wurde 1676 in Porto Maurizio bei Genua geboren und hieß mit bürgerlichem Namen Paolo Girolamo Casanuova. Nachdem Leonhard in Rom Philosophie und Medizin studiert hatte, begann er seine Tätigkeit als Volksmissionar. Der Heilige zog predigend durch das Land, und mit seiner einfachen und verständlichen Sprache gelang es ihm, viele Gläubige zu erreichen. Seine Beliebtheit war so groß, dass es ihm oft nur unter freiem Himmel möglich war, seine Predigten vor allen Anwesenden zu halten. Vor allem in Ober und Mittelitalien unternahm Leonhard, der 1702 zum Priester geweiht worden war, oft lange und kräftezehrende Reisen, um das Wort Gottes zu verkünden.

1736 kehrte Leonhard nach Rom zurück und begab sich in das Kloster San Bonaventura auf dem Palatin, wo er auch studiert hatte. Er war nun als Prediger in der Hafenstadt vor Rom, Civitavecchia, tätig, aber auch nach Umbrien führten ihn seine Reisen.

Leonhard förderte besonders die Marienverehrung und die Kreuzweg-Andacht. Fast 600 Kreuzwege gehen in Italien auf die Gründung des Heiligen zurück.

Leonhard von Porto Maurizio starb am 26. November auf der Rückkehr von einer Missionsreise in Rom. 1796 wurde er selig- und 1867 heiliggesprochen. Seit 1927 ist er der Patron der Volksmissionare.

Die Totenmaske des heiligen Leonhard befindet sich Kloster San Bonaventura auf dem Palatin. Das Kloster war vom heiligen Bonaventura (1620-1684) mit Unterstützung des Kardinals Carlo Barberini gegründet worden. Der Konvent wurde zum Zentrum der Missionarsaktivität des Ordens, sowohl innerhalb als auch außerhalb Italiens. Leonhard von Porto Maurizio ist eines der bedeutendsten Mitglieder dieses Klosters.