Liberia: Leiter des Fate-Bene-Fratelli-Krankenhauses an Ebola gestorben

Bruder Patrick Nshamdze, aus Kamerun, hatte in Rom studiert und war seit zwei Jahren für das Krankenhaus in Monrovia verantwortlich

Rom, (Fides) Redaktion | 230 klicks

Bruder Patrick Nshamdze, der Leiter des Fate-Bene-Fratelli-Krankenhauses (des Ordens vom heiligen Johannes von Gott) in Monrovia (Liberia), ist an Ebola gestorben. Der aus Kamerun stammende Bruder Patrick hatte in Rom studiert und war seit zwei Jahren für das Krankenhaus in Monrovia verantwortlich.

„Die Behörden hatten alle öffentlichen Büros und auch unser Krankenhaus für die Desinfizierung isolieren lassen“, so der Generalrat des Ordens für Afrika, Bruder Pascal Ahodegnon. „Ein weiterer spanischer Mitbruder und zwei Schwestern werden im Krankenhaus behandelt. Wir prüfen derzeit, ob auch sie sich mit dem Ebolavirus infiziert haben.“

„Liberia ist isoliert, doch wir versuchen weiterhin mit unseren Einrichtungen vor Ort zu helfen und unsere Hilfswerke stellen Mittel zur Verfügung, doch leider reicht dies nicht aus, um alle Erfordernisse zu bewältigen“, so Bruder Pascal weiter.

„Da es bisher noch keine spezifische Therapie zur Behandlung von Ebola gibt, werden vor allem Desinfizierungsmittel, Handschuhe und Schutzmasken für die Helfer gebraucht, sowie Veneninfusionen und Antigerinnungsmittel, damit wir den Patienten die notwendige Flüssigkeit zuführen und die Blutungen stoppen können. Bisher sind dies die einzigen Maßnahmen, mit denen man versuchen kann eine Verschlechterung des Gesundheitszustands zu verhindern. Leider gelingt es jedoch nicht immer, den tödlichen Verlauf zu stoppen“, so der Ordensmann abschließend.

Wie die Weltgesundheitsorganisation mitteilt, starben in Westafrika (insbesondere in Liberia, Sierra Leone und Guinea) bisher bereits 887 Menschen an Ebola. (L.M.)

(Quelle: Fides 5/8/2014)