Lichterkette für das ungeborene Leben

Ungeborene werden vom österreichischen Sozialnetz kaum aufgefangen

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LINZ, 16. Dezember 2008 (ZENIT.org).- Bereits zum zwanzigsten Mal versammelten sich unzählige Lebensschützer vergangenen Samstag in der Linzer Innenstadt, um an der Lichterketten-Demonstration für den Schutz ungeborenen Lebens teilzunehmen.

Seit 1989 organisiert die österreichische Lebensschutzinitiative „Jugend für das Leben" jedes Jahr um die Weihnachtszeit einen Lichtermarsch, um an das lautlose Verbrechen zu erinnern, das an ungeborenen Kindern durch Abtreibung begangen wird.

Nach einem Gottesdienst in der Ursulinenkirche wurde mit Grablichtern und adventlichen Liedern die Botschaft vom Lebensrecht der Ungeborenen zum Linzer Hauptplatz getragen, wo die Lebensschützer eine Gedenk- und Gebetsminute rund um das Plakat eines Ungeborenen hielten.

Prior P. Michael Obermayr OCD sprach in seiner Predigt den Lebenschützern besonderen Mut zu: „Gerade ihr fühlt euch nicht selten wie David gegen den Goliath. Doch ihr liegt nie falsch, wenn ihr euch für das Leben stark macht.“ P. Michael betonte auch die Pflicht jedes einzelnen, in einer solchen Zeit gegen den Strom zu schwimmen: „Wir müssen die Wahrheit, dass der Mensch bei der Empfängnis entsteht, jetzt hinaus in die Finsternis der Lüge tragen.“

Margret Parzmair, Pressesprecherin des Jugendvereins, bedankte sich bei den Teilnehmern der Lichterkette, wies aber auch darauf hin, dass es zugleich traurig sei, für die Ungeborenen seit zwei Jahrzehnten jährlich durch die Linzer Innenstadt ziehen zu müssen. „Die Ungeborenen werden nach wie vor brutal jener Kälte überlassen, in der wir jetzt frieren. Unsere kleinsten Mitbürger haben keine schützenden Hauben und Mäntel und die Aussicht auf eine heiße Tasse Tee. Machen wir uns bewusst, welches Grauen in den Abtreibungseinrichtungen unseres Landes täglich passiert.“

Margret Parzmair kritisierte auch die Lückenhaftigkeit des österreichischen Sozialnetzes, das eigentlich Hilflose auffangen sollte: „Für die Allerkleinsten unserer Gesellschaft sind die Maschen des sozialen Netzwerkes zu groß, sie fallen durch“.