Lichtpunkte zum Gedenken an verstorbene Kinder

Initiative des Bundesverbandes Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister in Deutschland e.V. startet am 1. November

Leipzig, (ZENIT.org) | 418 klicks

Jährlich sterben tausende Kinder und Jugendliche. Sie hinterlassen verwaiste Eltern, Großeltern und trau­ernde Geschwister. Neben dem persönlichen Schicksal verliert die Gesellschaft mit jedem Kind ein Stück Zukunft, Hoffnung und Zuversicht. Das Sterben von Kindern geht alle etwas an, doch leider bleibt oft nur ein stummer Aufschrei, wenn wir die Nachrichten über Gewaltverbrechen, Unfälle oder Krankhei­ten in den Medien verfolgen. Die Aktion Lichtpunkt ist jährlich vom 1. November bis 31. Dezember die offizielle Initiative des Bundesverband Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister in Deutschland e.V. (VEID). Sie gibt der Trauer, dem Gedenken und der Anteilnahme ein verbindliches Zeichen und hat ihren Höhepunkt am zweiten Sonntag im Dezember, dem Weltgedenktag für verstorbene Kinder.

„Mein Lichtpunkt heißt Carsten, ein Lichtpunkt für meinen Sohn. Der Lichtpunkt ist auch eine Verbindung zwischen den Menschen, die schicksalhaft verbunden sind und gemeinsam den Weg des Lebens weitergehen“, so Petra Hohn, die 1. Vorsitzende des VEID e.V. Die Aktion Lichtpunkt ist eine Non-Profit-Aktion, deren Gewinn aus dem Verkauf der Lichtpunkte gemeinsam mit Spenden die überwiegend ehrenamtliche Arbeit des Bundesverbands finanziell und ideell unterstützt. Sie schafft Öffentlichkeit und Bewusstsein für die Probleme betroffener Menschen und für die Arbeit des Bundesverbands als erstem Interessenvertreter.

Für jeden verkauften Lichtpunkt wird auf einer digitalen Karte ein digitaler Lichtpunkt gesetzt. Am Weltgedenktag, in diesem Jahr ist dies der 8. Dezember, soll die Karte aus vielen einzelnen Lichtpunkten hell leuchten und für diesen Tag das Gefühl der Einsamkeit etwas abmildern. „Die Lichtpunkte machen Mut, denn sie bekunden, dass die Eltern und trau­ernden Geschwister nicht allein sind“, sagt Prof. Dr. Egon Endres, Präsident der Katholischen Stiftungsfachhochschule München und Mitglied im Beirat des VEID.

Der Lichtpunkt, eine weiß-goldene Trauernadel als Anstecker, wird an der Kleidung getragen und ist ein Zeichen für das verlorene Kind. Angehörige tragen den Lichtpunkt in Erinnerung jeden Tag bei sich, Nicht-Betroffene tragen ihn als ein Zeichen der Anteilnahme. Für Katrin Hartig, Vorstandsmitglied des VEID und MDR-Fernsehjournalistin, bedeutet der Lichtpunkt, „dass meine Gefühle gesehen werden, andere meine Trauer mit mir teilen und ich eine von vielen bin, die diesen Weg gehen – das ist mehr als ein gemeinsames Zeichen. Es gibt Kraft.“

Den ersten goldenen Ehren-Lichtpunkt für Bundespräsident Joachim Gauck hat die 1. Vorsitzende des VEID Petra Hohn am 30. August 2013 im Schloss Bellevue überreicht. Wir hoffen auf seine Aufmerksamkeit und Anteilnahme, zum Gedenken an die verstorbenen Kinder und in Anteilnahme mit den hinterbliebenen Familien.

Der Bundesverband Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister in Deutschland e.V. ist als Dachverband mit seinen fast 500 Selbsthilfegruppen die erste Anlaufstelle für Hilfe und Unterstützung für alle Menschen, die mit dem Tod eines Kindes – gleich welchen Alters – leben müssen oder damit konfrontiert werden.

Die Aktion Lichtpunkt wird unterstützt von conVela Erinnerungskultur.

Die Aktion Lichtpunkt startet am 1.11. 2013. An diesem Datum veranstalten wir den „Tag der offenen Tür“ und bieten ein Programm in unseren zentralen Vereins-Räumlichkeiten. Nähere Informationen auf Anfrage

Bundesverband Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister in Deutschland e.V.
Roßplatz 8a
04103 Leipzig
www.aktion-lichtpunkt.de
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