Liebesbriefe von Gott

Eine Aktion der Erzdiözese Wien

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 327 klicks

In den Medien und in den Auslagen der Geschäfte lachen einem rote Herzen entgegen: Morgen ist Valentinstag, der Tag der Liebenden. Doch statt des Besinnens auf die Liebe und tiefe, wahre Gefühle steht für die Menschen zumeist der kommerzielle Aspekt des Valentinstages im Vordergrund: schenken und beschenkt werden. Oft aber sind die schönsten Geschenke diejenigen, die man nicht für Geld kaufen kann, die ein Ausdruck wahrer Zuneigung sind, sei es in Freundschaft oder in Liebe.

Die Erzdiözese Wien hat sich eine besonders schöne Aktion zum Valentinstag ausgedacht. Zusätzlich zu einer Segensfeier für Liebende, d.h. für alle Menschen, die lieben und geliebt werden, werden auch Liebesbriefe auf den Straßen, vor Kindergärten und Schulen, an vielbesuchten Orten und bei Hausbesuchen verteilt.

„Als im Jänner 2010 mein Lebenspartner starb, dachte ich, dass es jetzt niemanden mehr gibt, der mir Blumen schenken und zu Valentin einen Liebesbrief schreiben wird. Ich war berührt von diesem Brief. Er hat mir aus der Seele gesprochen. Ich wusste, einer hat mich doch lieb“, berichtet Edda Hagel, eine der Empfängerinnen der Liebesbriefe.

Joseph Bolin, Kurat der Haupt- und Propsteipfarre Wiener Neustadt, erklärt: „Wir machen bei dieser Aktion mit, weil wir die Botschaft der Zuwendung Gottes an die Menschen und seine Liebe für sie auch an die Menschen bringen, die nicht in die Kirche kommen. Im Dom gibt es am 14. Februar in der Zeit von 17.00 bis 21.00 Uhr Musik und Gedankenimpulse, die helfen sollen, mit Gott ins Gespräch zu kommen oder einfach in Stille die Gegenwart Gottes zu erspüren. Es gibt Anbetung und Gruppen, die für einen oder mit einem für ein Anliegen beten.“

„Es ist schön, dass es Zeichen gibt, die für sich selbst sprechen. Ein solches Zeichen ist der ‚Liebesbrief von Gott‘ der Valentinsaktion. Wir in unseren beiden Kirchen – der Theresienkirche und der Filialkirche Fatima – sehen in den Briefen ein wichtiges Zeichen der Seelsorge“, so Diakon Erich Gaugitsch.