Limburger Bischof fordert stärkere Ausrichtung der Katholikentage auf die Zentren des Glaubens

Katechese, Familien als Keimzellen

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ROM, 21 Mai. 2012 (ZENIT.org). – Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst, Familienbischof und Vorsitzender der Unterkommission Katechese und Mission bei der Bischofskonferenz, will sich für den kommenden Katholikentag in Regensburg für eine stärkere Ausrichtung auf zentrale Fragen des Glaubens einsetzten, wie er in einem Interview mit „Domradio“ betonte. Zunächst solle ein Katholikentag ein Fest des Glaubens sein. Dazu gehöre, dass die zentralen Glaubensinhalte stärker in den Mittelpunkt gerückt und thematisiert  würden. Dies habe er bei seinen ureigensten Feldern der Katechese und der Vertiefung des Themas Familie und Ehesakrament vermisst.

Es sei wichtig, in kleinen Zellen, Gruppen und Gemeinschaften das miteinander zu teilen, was uns verbinde. Solche Gruppen hätten dann, wenn sie einer innere Einmütigkeit pflegten, eine große Ausstrahlung in die Gesellschaft und Welt hinein und man müsse sich auf die Keimzellen des Glaubens besinnen, die diese Bedeutung haben. Das sei zum Beispiel die Ehe als Sakrament des Glaubens, als Zeichen für die Welt und die Familie, in der sich das realisiere. Es habe enttäuschend wenig Veranstaltungen gegeben, die ausdrücklich diesen Lebensentwurf herausgehoben hätten. Auch das Thema Katechese sei sehr defizitär vertreten gewesen, obwohl der Heilige Vater ein Jahr des Glaubens ausgerufen und ausdrücklich die intensive Beschäftigung mit dem Katechismus gefordert hat, was eine „unglaubliche Chance ist, Aufmerksamkeit für die Botschaft unseres Glaubens zu wecken. Es fordert uns geradezu zu einem verstärkten katechetischen Bemühen auf“.

Der Bischof versprach, diese Defizite bei der Rückschau auf den zu Ende gegangenen Katholikentag und bei der Vorbereitung des nächsten in der Bischofskonferenz zur Sprache zu bringen. Auch wolle er sich dafür einsetzen, dass diese Themen stärker in den Fokus des Dialogprozesses gerückt würden.

Zum Thema „Aufbruch“ wies er auf die Botschaft Papst Benedikts XVI. zu der diesjährigen Veranstaltung hin, in der der Papst betont hatte, Aufbruch beginne immer bei einem selber, Erneuerung gebe es dort, wo man mit der persönlichen Umkehr beginne (ZENIT berichtete). Erneuerung und Aufbruch seien zuerst ein geistliches Geschehen, wo wir selber die Umkehr wagten und uns dem Heiligen Geist öffneten. Die Botschaft der Kirche bleibe zu allen Zeiten die gleiche. In Zukunft werde es immer wichtiger, Christ zu sein aus Einsicht und bewusster Entscheidung für den Glauben.[jb]