Lombardi: Papst wünscht Präsenz der Kirche in den neuen Kommunkationskanälen

Aber er ist kein Netz-Ureinwohner

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VATIKANSTADT, 4. Dezember 2012 (ZENIT.org). – Am Mittwoch nächster Woche wird Papst Benedikt bei der Generalaudienz zum ersten Mal eine Twitter-Botschaft versenden. Für diese Art des Kontakts mit dem Heiligen Vater hatten sich am Vormittag bereits über 350.000 Menschen registrieren lassen, wie Radio Vatikan berichtete. Im Verlauf des Tages gewann Benedikt XVI. unter seinen insgesamt acht Twitter-Adressen weit über 500.000 Follower. Unter @pontifex, wo Tweets des Papstes auf Englisch versendet werden, waren um 12.00 Uhr 351.896 angemeldet. Den anderen sieben päpstlichen Twitter-Ausgaben auf Spanisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Deutsch, Polnisch und Arabisch folgten insgesamt 148.966 Interessierte. Die meisten Interessenten stammen demnach aus dem englischsprachigen Raum, Deutsche rangieren an hinterer Stelle, zahlenmäßig noch hinter Portugal.

P. Federico Lombardi SJ, der Leiter des Pressesaals des Heiligen Stuhls, zeigt sich über diese hohe Zahl nicht überrascht. Die Anfragen zu diesem Projekt gingen schon seit mehreren Wochen bei ihm ein, besonders auch von Leuten aus dem Kommunikationsbereich. „Der Papst und seine Mitarbeiter lassen sich da offensichtlich auf etwas ein, was längst in der Luft lag“, so Lombardi.

Benedikt XVI. wolle mit seinem Sich-Einlassen auf diesen Kommunikationsbereich besonders Menschen erreichen, die auf der Suche sind. Er setze damit ein Zeichen für alle Gläubigen, auch neue Wege zur Verbreitung der Frohen Botschaft zu gehen.

Der Papst sei kein „Netz-Ureinwohner“ und nutze die Netze anders als die jungen Leute, erläuterte Lombardi. Er verstehe aber die Reichweite und die Möglichkeiten und wünsche deshalb die Präsenz der Kirche.

Natürlich werde es mit dem Heiligen Vater weniger um Interaktion als um Verbreitung kurzer Zusammenfassungen von Ansprachen, Gedanken philosophischer und theologischer Art und eventuelle aktuelle Stellungnahmen gehen. [jb]