Louis Sako ist neuer chaldäischer Patriarch von Babylon

Christus wird uns helfen, unser Haus wiederaufzubauen

Rom, (ZENIT.org) | 969 klicks

„Authentizität, Einheit, Erneuerung“ sind die drei Worte, die Erzbischof Louis Sako kurz nach seiner Wahl zum neuen chaldäischen Patriarchen von Babylon als Motto wählte. Von diesen drei Prioritäten werde er sich in seinem neuen Amt inspirieren lassen.

Die Synode der chaldäisch-katholischen Bischöfe, die seit Montag dieser Woche in Rom tagt, wählte gestern ihr neues Oberhaupt. Der Erzbischof von Kirkuk erhielt die obligatorische Zwei-Drittel-Mehrheit der insgesamt 15 wahlberechtigten Bischöfe. Papst Benedikt XVI. bestätigte den Patriarchen der mit Rom unierten Kirche bereits durch seine „Ecclesiastica Communio“.

„Ich spüre, dass ich in ein verantwortungsvolles Amt berufen wurde, und habe ein wenig Angst davor“, so der neue Patriarch im Gespräch mit dem Fidesdienst. „Wir sehen uns sowohl im In- als auch im Ausland mit vielen Schwierigkeiten konfrontiert“, so Erzbischof Sako, „doch mit der Hilfe Christi und durch die Zusammenarbeit aller Bischöfe werden wir eine Einheit finden können, die es uns erlaubt, unser chaldäisches Haus wiederaufzubauen. Ein Haus, das stets auch für andere Kirchen offen sein wird – angefangen bei unseren assyrischen Brüdern und Schwestern – und auch für unsere muslimischen Mitbürger.“ Nach Ansicht von Patriarch Sako „muss die chaldäische Kirche trotz aller Schwierigkeiten Zeichen der Hoffnung, des Zeugnisses und der Gemeinschaft sein, denn dazu ruft uns auch Papst Benedikt XVI. in seinem nachsynodalen Apostolischen Schreiben ‚Ecclesia in Medio Oriente‘ auf.“

Mit Blick auf die Schwierigkeiten und Probleme im Irak bittet der neue Patriarch seine Mitbürger aller Konfessionen um Zusammenarbeit „beim Schutz der Menschenrechte und im Bemühen um ein friedliches Zusammenleben, das auf der Gleichheit der Rechte und Pflichten aller Staatsbürger basiert.“

Was die Zukunft der christlichen Präsenz im Nahen Osten anbelangt, so betont Erzbischof Sako, der sich dazu auch in den vergangenen Tagen in einem Interview mit dem Fidesdienst äußerte: „Der Weg ist steil und mühsam, doch wir können ihn gehen, wenn wir auf Gott vertrauen. Wir sind eine kleine Herde, doch wir sind seine Herde, und es ist nicht wichtig, wie viele wir sind. Wir werden dort, wo wir uns befinden, voranschreiten, ohne uns in die Opferrolle zu begeben.“