Lourdes feiert 80 Jahre seit der Heiligsprechung von Bernadette Soubirous

Schauspiele, Prozessionen, Messen und Gebetstreffen zur Erinnerung an die Heilgsprechung der Seherin

Rom, (ZENIT.org) | 273 klicks

80 Jahre sind seit jenem 8. Dezember 1933 vergangen, als Papst Pius XI. die junge Französin Bernadette Soubirous, der die Jungfrau Maria zwischen dem 11. Februar und dem 16. Juli 1858 siebzehn Mal in einer Grotte in der Nähe ihres Heimatortes (der Grotte Massabielle) erschien, zur Ehre der Altäre erhob. Die Vision der damals vierzehnjährigen Bernadette, die eine „weißgekleidete Frau“ sah, wurde damals mit den Heilungen in Verbindung gebracht, die eine eigens dafür zusammengestellte ärztliche Kommission als „wissenschaftlich nicht erklärbar“ eingestuft hatte.

„Warum ist Bernadette heilig?“, fragt ein Kommuniqué der Diözese Lourdes. „Wegen ihrer Treue, die sie dazu trieb, regelmäßig zu ihren Treffen mit Maria zu gehen“, lautet die Antwort. Weiter liest man: „Wegen ihrer Stärke angesichts der äußeren Hindernisse und ihrer körperlichen Leiden; wegen ihrer Beständigkeit im Glauben; wegen ihrer Aufrichtigkeit und der Reinheit ihres Lebenszeugnisses, das auf dem Gebet, der Eucharistie und dem Dienst am Nächsten begründet ist.“

80 Jahre danach feiert die Ortskirche also die Heiligsprechung Bernadettes durch den Empfang von Tausenden von Pilgern – 3.500 werden erwartet –, die an den Veranstaltungen der dreitägigen Feier teilnehmen werden. Zum Auftakt wurde am 6. Dezember in der Pfarrkirche von Lourdes ein Musical aufgeführt, das der Heiligen gewidmet ist und, basierend auf der Dokumentation der Archive, ihr Leben und Wirken bis zum Tod und zur Heiligsprechung erzählt.

Am Samstag, dem 7. Dezember, fand eine Lichterprozession zur Herz-Jesu-Kirche statt, wo die Reliquien der Mystikerin aufbewahrt werden. Vor den sterblichen Überresten Bernadettes versammelten sich die Gläubigen in stillem Gebet. Am Sonntag, der mit dem Hochfest der Unbefleckten Empfängnis zusammenfiel, wurden zahlreiche heilige Messen gefeiert.