Mache uns zu guten Samaritern

Das Mittwochsgebet dieser Woche ist ein ökumenisches Friedensgebet

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 2421 klicks

Das Gebet wurde von Msgr. François Yakan, dem Patriarchalvikar der chaldäisch-katholischen Kirche in der Türkei, verfasst und wurde als Ökumenisches Friedensgebet 2008 für bedrängte Christen veröffentlicht. 

Die Ökumenischen Friedensgebete werden jedes Jahr neu gemeinsam vom Internationalen Katholischen Missionswerk „missio“ in Aachen, dem Internationalen Katholischen Missionswerk „missio – Ludwig Missionsverein“ und dem Evangelischen Missionswerk in Deutschland herausgegeben. 

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Jesus Christus, du gibst uns dein Gebot
geschwisterlicher Liebe. Du öffnest uns darin
den Weg des Glücks und des Friedens.
Du selber warst solidarisch mit deinen Jüngern
in Bedrängnis (Mt 10,42). Du warst solidarisch
mit einem schwachen Kind (Mt 18,5). Du stellst
dich auch heute ganz auf die Seite all derer,
die gedemütigt und in ihrer Menschenwürde
bedroht werden.

Stärke uns, Herr, damit durch unseren Dienst
eein heilendes und rettendes Wort alle erreicht,
die von eir besonders geliebt sind: die Armen
dieser Welt. Sie haben keine andere Heimat als
dein liebendes Herz, in dem sie sich bergen
möchten, um dort für immer etwas von der
Fülle des Lebens zu erfahren.

Jeden Tag hören wir von Menschen, die die
Opfer der Kriege beweinen: Frauen und Männer,
Mütter und Väter, Töchter und Söhne. Sie leiden
unter dem Tod ihrer Lieben, der Zerstörung
ihrer Häuser und dem Verlust ihrer Heimat.

Gott unser Vater, schenke ihnen etwas
von jener Hoffnung, die Maria erfüllt hat:
Um der Gewalt zu entfliehen, wurde sie in
Ägypten zur Asylantin. Sie beweinte deinen
Sohn, als er am Kreuz ein Opfer menschlicher
Gewalt wurde.

In unserem Dienst an Flüchtlingen, Asylsuchenden 
und Migranten, an denen, die Opfer von
Gewalt und Vertreibung wurden und an denen,
die die Opfer betrauern, gib uns, Herr,
die Kraft, nichts anderes zu suchen als
deinen Willen zu tun und am Kommen
deines Reiches mitzuwirken.

Denn viele Menschen unserer einen Welt
sind verwundet. Mache uns zu guten
Samaritern (Lk 10, 25-37), zu Botinnen
und Boten deiner heilenden Liebe.
Amen.

* aufgrund eines bedauerlichen Versehens wird das Mittwochsgebet anstatt gestern heute publiziert