Malaysia: Ein harmonisches Zusammenleben zwischen Rassen und Religionen aufbauen

Das wünschen sich führende Vertreter aus Gesellschaft und Kirche anlässlich des neuen Mondjahres

Rom, (Fides) | 302 klicks

Anlässlich des soeben begonnenen neuen Mondjahres wünschen sich führende Vertreter aus Gesellschaft und Kirche nach den jüngsten sozialen und religiösen Spannungen in der malaysischen Gesellschaft vor allem Frieden, Harmonie und nationale Einheit. Zu Spannungen zwischen der muslimischen Mehrheit und den Minderheiten anderer Religionen führte vor allem der Streit im Zusammenhang mit der Benutzung des Begriffs „Allah“ in christlichen Kreisen. Erst vor kurzem wurde ein Sprengstoffattentat auf eine katholische Kirche in Penang verübt. 

Der malaysische Premierminister Najib Razakbat bat die Bürger des Landes um Einsatz für den Aufbau eines „harmonischen Zusammenlebens zwischen Rassen und Religionen“ und forderte sie dazu auf, „jede Form von Gewalt und Extremismus“ abzulehnen und „rechtsstaatliche Prinzipien und den Glauben der Mitmenschen“ zu achten. Auch der Oppositionsführer Anwar Ibrahim forderte die Malaien auf „die mühsam errungene soziale Harmonie zu schützen“. „Stimmen des Hasses und der Feindseligkeit versuchen die Harmonie, die Zusammenarbeit und die Verständigung, die wir mühsam aufgebaut haben, zu ersticken“, so Ibrahim. Liow Tiong Lai, Vorsitzender der „Malaysian Chinese Association“ (MCA) fügte hinzu: „Die Bürger wünschen sich Stabilität. Wir müssen uns im Alltag gegenseitig annehmen und verstehen.“

Auch Religionsvertreter äußerten sich in diesem Sinn: Rev. Hermen Shastri, Generalsekretär des „Rates der malaysischen Kirchen“ betonte, dass „die meisten Bürger des Landes den Frieden lieben und sich nicht provozieren lassen“, während Rev. Eu Hong Seng, Vorsitzender der „Christian Federation of Malaysia“ alle Politiker, Bürgervertretungen und Religionsführer aufforderte, „schwierige Fragen durch einen aufrichtigen Dialog zu lösen“. Der muslimische Religionsführer Mujahid Yusof Rawa, Mitglied des „Rates für nationale Einheit“, bat insbesondere die Medien darum, Initiativen des Friedens besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Sardar Jagir Singh, Vorsitzender des „Malaysian Konsultative Council of Buddhism, Christianity, Hinduism, Sikhism and Taoism“, in dem sich die religiösen Minderheiten zusammenschließen, forderte „keine Toleranz gegenüber denjenigen, die zur Feindschaft zwischen Rassen und Religionen auffordern.“ (PA)

(Quelle: Fides 10/2/2014)