Malteser Umfrage: Angst vor Krankenhausaufenthalt Demenz-erkrankter Angehöriger

Repräsentative Umfrage von TNS Emnid zeigt Sorge

Köln, (ZENIT.orgMHD) | 430 klicks

61 Prozent der Menschen in Deutschland haben Angst vor dem Aufenthalt eines Demenz-erkrankten Angehörigen im Krankenhaus. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage von TNS Emnid im Auftrag der Malteser hervor, an der 1000 Personen ab 14 Jahren teilnahmen. Nur jeder dritte Befragte glaubt, dass das Krankenhauspersonal genügend Möglichkeiten habe, auf die Bedürfnisse von Patienten mit einer demenziellen Erkrankung einzugehen.

Zurzeit diagnostizieren Ärzte bei rund 200.000 Menschen jährlich eine demenzielle Erkrankung Rund 1,5 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Symptomen wie nachlassender Gedächtnisleistung, Sprachschwierigkeiten und Orientierungsverlust. Die bekannteste Form der Demenz ist die Alzheimer-Erkrankung.  Mit dem steigenden Durchschnittsalter wächst auch der Anteil demenziell erkrankter Menschen.

 „Die Sorge der Menschen zeigt, wie groß die Unsicherheit bei der Hilfe für demenziell Erkrankte in der Akutversorgung ist", sagt Dr. Franz Graf von Harnoncourt, Geschäftsführer der für Krankenhäuser und Altenhilfeeinrichtungen zuständigen Malteser Deutschland gGmbH.

Eine spezielle Hilfe bieten die „Tagesbegleiter auf Station“ den Krankenhausmitarbeitern-Ärzten, Krankenschwestern, Physiotherapeuten oder Mitarbeitern in Hauswirtschaft und Technik- Hinweise, wie im Klinikalltag professionell besonders auf die Bedürfnisse der dementiell Erkrankten eingegangen werden kann, gleichgültig, aus welchem Grund sie sich im Krankenhaus aufhalten müssen.

„Als erstes Malteser Krankenhaus ist bereits das St. Hildegardis Krankenhaus in Köln auf diesem Weg unterwegs“, so Dr. Ursula Sottong von der Malteser Fachstelle Demenz.

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