Margherita Dufrost de Lajemmerais d'Youville (1701-1771)

Ordensgründerin und Heilige

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 248 klicks

Margherita Dufrost de Lajemmerais wurde am 15. Oktober 1701 in Varennes bei Québec geboren. Die begüterte Familie fand sich nach dem frühen Tod ihres Vaters in großen finanziellen Schwierigkeiten. Dank der Hilfe ihres Urgroßvaters konnte Margherita dennoch eine Schulausbildung bei den Ursulinen genießen. Im Jahr 1722 heiratete sie François d’Youville, den sie in Montréal kennengelernt hatte, wo ihre Mutter in zweiter Ehe lebte. Aus der Ehe mit d’Youvillegingen sechs Kinder hervor, von denen aber nur zwei überlebten. Nach wenigen Jahren Ehe wurde Margherita 1730 Witwe. Ihre beiden Söhne wurden Priester. Sie hingegen kümmerte sich um karitative Aufgaben. Am 21. November 1737 nahm sie eine blinde Frau in ihrem Haus auf, und am 31. Dezember desselben Jahres weihte sie ihr Leben Gott. Gemeinsam mit drei Mitschwestern wandelte Margherita ihr Haus in ein Krankenhaus um, aus dem später der Orden der „Grauen Schwestern der Liebe“ oder „Barmherzigen Schwestern“ entstand. Margherita kümmerte sich um Arme und Bedürftige, trotz aller Kritik aus dem Familienkreis. 1745 vergrößerte sie die Struktur, um mehr Menschen helfen zu können. Zwei Jahre später übernahm sie die Leitung des Hospitals der Brüder Charon, das 1756 durch einen Brand zerstört wurde. Doch Margherita ließ sich nicht entmutigen und setzte sich für den Wiederaufbau der Struktur ein.

Margherita starb am 23. Dezember 1771. Papst Johannes XXIII. Sprach 1959 selig; ihre Heiligsprechung folgte am 9. Dezember 1990 durch den seligen Johannes Paul II. im Petersdom. Der Orden der „Grauen Schwestern der Liebe“ ist heute in fast allen Kontinenten vertreten.