Margherita von Cortona (1247-1297)

Büßerin und Heilige

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 229 klicks

Margherita von Cortona wurde 1247 in Laviano in Umbrien geboren. Schon als Kind verlor sie ihre Mutter. Ihr Vater heiratete erneut. Das Verhältnis zur Stiefmutter blieb jedoch schwierig. Mit 16 Jahren verließ Margherita, ein sehr schönes junges Mädchen, schließlich ihr Elternhaus und zog zu einem Gutsbesitzer, mit dem sie unverheiratet zusammenlebte. Aus der Beziehung, die neun Jahre dauerte, ging ein Sohn hervor. Im Alter von 25 Jahren hatte sie ein Bekehrungserlebnis. Im Wald fand sie den ermordeten, halbverwesten Edelmann, der seit einigen Tagen verschollen war. Ihr Versuch, zu ihrer Familie zurückzukehren, blieb ihr wegen des Widerstands der Stiefmutter versagt. So begab sich die junge Frau nach Cortona, wo sie in ein Kloster eintreten wollte. Doch zunächst zweifelte man an ihrer Ernsthaftigkeit, und sie musste sich bewähren. Schließlich wurde sie 1275 im Dritten Orden des heiligen Franziskus aufgenommen. Fortan unterzog sie sich schwersten Bußübungen. Sie erlebte zahlreiche mystische Herz-Jesu-Visionen. Margherita kümmerte sich aufopferungsvoll um die Kranken, für die sie in Cortona ein Hospital gründete. Ab 1291 lebte sie in vollkommener Zurückgezogenheit als Eremitin.

Margherita starb am 22. Februar 1297 in Cortona. Ihre Reliquien ruhen in Santa Margherita in Cortona. Am 16. Mai 1728 wurde sie von Papst Benedikt XIII. heiliggesprochen.