Maria, der Weg des Friedens: Benedikt XVI. ehrt die Mariensäule der Unbefleckten Empfängnis

Traditioneller Besuch des Papstes auf der Piazza di Spagna

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ROM, 10. Dezember 2007 (ZENIT.org).- Am Nachmittag des Hochfestes der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria stattete Papst Benedikt XVI. der Mariensäule der Unbefleckten Empfängnis in der römischen Innenstadt seinen traditionellen Besuch ab. Das Bild der „Immaculata“ war vom seligen Pius IX. drei Jahre nach der Verkündigung des Dogmas im Jahr 1857 gesegnet worden. Am Samstag verwies der Heilige Vater auf Maria als Führerin hin zum Frieden – zu jenem Frieden, der auf der Erkenntnis beruht, dass die anderen Menschen Kinder Gottes sind.



Trotz des Regens machte sich der Heilige Vater auf den von Menschen gesäumten Straßen Roms im Papamobil zur Mariensäule auf, die sich auf dem „Spanischen Platz“ vor der spanischen Botschaft und dem Kolleg der „Propaganda fide“ befindet. 10.000 Gläubige und Besucher erwarteten ihn. Nach seiner Ankunft segnete der Papst einen Korb Rosen, der dann zu Füßen der Säule niedergelegt wurde.

In seiner Predigt betonte Benedikt XVI., dass Maria ihre irdische Pilgerschaft von einem unerschütterlichen Glauben getragen verwirklicht habe, von einer unbeirrbaren Hoffnung und einer demütigen und grenzenlosen Liebe, „auf den Spuren ihres Sohnes Jesus“. Ihm sei sie nahe gestanden im Augenblick des Leidens und des Todes, um dann die Freude über die Auferstehung zu erfahren.

Maria fordere uns auf, dem Übel zu entsagen und das Gute zu vollbringen – in Befolgung des göttlichen Gesetzes, das in die Herzen der Christen eingeschrieben ist. Sie fordere uns dazu auf, vertrauensvoll in die Zukunft zu blicken und zusammen in Brüderlichkeit eine gerechtere, solidarische und friedliche Welt zu bauen.

Maria erinnere uns daran, „dass wir alle Brüder und Schwestern sind und dass Gott unser Schöpfer und Vater ist“, so der Papst. „Ohne ihn – oder schlimmer: gegen ihn – werden wir Menschen nie den Weg finden, der zur Liebe hinführt.“ Ohne oder gar gegen Gott könnten die Menschen nie „die Macht des Hasses und der Gewalt besiegen und keinen festen Frieden errichten“.

Benedikt XVI. wünschte, dass alle Menschen jeder Nation und Kultur diese Botschaft des Lichtes und der Hoffnung annehmen: „als Geschenk aus den Händen Mariens, Mutter der ganzen Menschheit“.

Der Papst zitierte seine Worte aus der Enzyklika Spe salvi, in der er schreibt, dass die Kirche auf Maria blickt und diese als Stern der Hoffung verehrt (vgl. 49). „Auf unserer gemeinsamen Reise auf dem Meer der Geschichte“, so Benedikt XVI., „brauchen wir Lichter der Hoffnung: die Menschen, die Licht vom Licht Christi schenken und so Orientierung bieten auf unserer Fahrt.“

Maria ist nach Worten des Heiligen Vaters der „Stern der Hoffung“. Ihr Ja, das großherzige Opfer der vom Schöpfer empfangenen Freiheit, habe es der jahrtausendelangen Hoffung erlaubt, Wirklichkeit zu werden und in diese Welt und in die Geschichte einzutreten.

Am Ende seiner Predigt wandte sich Benedikt XVI. zu Beginn des Jubiläumsjahres aus Anlass des 150. Jahrestages der Erscheinung Unserer Lieben Frau von Lourdes mit einem besonderen Grußwort an jene Pilger, die sich im französischen Wallfahrtsort beziehungsweise in Fourvière (Lyon) versammelt hatten.