Maria Dominica Mazzarello (1837-1881)

Ordensgründerin und Heilige

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 295 klicks

Maria Dominica Mazzarello wurde am 9. Mai 1837 in Mornese im Piemont geboren. Sie wuchs in einer kinderreichen und christlichen Familie auf. Schon als Kind zeigte die Heilige große Verehrung für die Gottesmutter. Als junges Mädchen kümmerte sie sich um Waisenkinder. Nachdem sie sich 1860 bei ihrer Tätigkeit mit Typhus infiziert hatte, blieben körperliche Schäden zurück, so dass sie das Schneiderhandwerk erlernte und mit einer Freundin eine Schneiderwerkstatt für junge Mädchen gründete.

Um das Jahr 1864 lernte sie Don Bosco kennen, als dieser nach Mornese kam, um dort ein Kolleg zu gründen. Don Bosco war tief beeindruckt von der Arbeit Maria Dominicas, die ihm nach Turin folgte und ihn dort bei seiner Tätigkeit unterstützte. Auch hier kümmerte sie sich um Kinder und Jugendliche.

1872 gründete Maria Dominica Mazzarello gemeinsam mit Don Bosco einen eigenen Orden, die Don-Bosco-Schwestern, dem die Heilige als erste Generaloberin vorstand. 1875 legte sie die Profess ab.

Maria Dominica Mazzarello starb am 14. Mai 1881 in Nizza Montferrato, wo sich das Mutterhaus des Ordens befindet. Ihr unverwester Leichnam ruht in der Basilika „Santa Maria Ausiliatrice“ in Valdocco, dem Mutterhaus der Salesianer Don Boscos in einem Stadtteil von Turin. Sie wurde am 20. November 1938 von Papst Pius XII. seliggesprochen; ihre Heiligsprechung erfolgte am 24. Juni 1951 durch Papst Pius XII.

Die „Don-Bosco-Schwestern“ zählten beim Tod ihrer Gründerin 165 Schwestern und 65 Novizinnen in 28 Niederlassungen. Heute sind es rund 14.000 Mitglieder in 1.455 Häusern in 92 Ländern in allen fünf Kontinenten. Damit sind die Don-Bosco-Schwestern eine der größten Ordensgemeinschaften der katholischen Kirche.