María Guadalupe Ricart Olmos

Ordensschwester und Märtyrerin

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ROM, 2. Oktober 2012 (ZENIT.org). - Gut 60 Jahre nach ihrem Tod am 2. Oktober 1936 wurde María Guadalupe von Papst Johannes Paul II. am 28. Juni 1999 selig gesprochen. María Guadalupe war durch die Hand der spanischen Miliz umgebracht und ihr Leichnam grausam verstümmelt worden. Ihre Mörder wurden nicht einmal von dem Umstand abgehalten, dass María Guadalupe Ordensschwester war.

Bis zum Ausbruch des Bürgerkriegs 1936 lebte die auf den bürgerlichen Namen María Francisca Ricart Olmos Getaufte gemeinsam mit ihren Mitschwestern im Kloster der Servitinnen in Valencia. Bereits 1896 war sie als Postulantin in den Orden aufgenommen worden und legte vier Jahre später die Profess ab. Schon in ganz jungen Jahren war in ihr der Wunsch gereift, ihr Leben Gott zu weihen. María Guadalupe, die am 23. Februar 1881 in Albal bei Valencia geboren wurde, stammte aus einer einfachen und frommen Bauernfamilie.

Mit dem Ausbruch des spanischen Bürgerkriegs mussten María Guadalupe und ihre Mitschwestern aus dem Kloster fliehen. Zunächst versteckte sie sich bei Verwandten, dann bei ihrer Schwester, wo sie schließlich gefunden wurde und den Tod fand.

María Guadalupe, die sich der Spiritualität ihres Ordens zutiefst verbunden fühlte, wurde in ein Massengrab geworfen. Einige Jahre nach dem Ende des Bürgerkriegs wurden ihre sterblichen Überreste auf den Friedhof des Klosters in Valencia überführt. Seitdem im Jahr 1959 die Schwesterngemeinschaft nach Mislata in ein neues Kloster umzog, befinden sich die Überreste María Guadalupes neben dem Hauptaltar der dortigen Klosterkirche. [bd]