Maria Merkert CSSE (1817-1872)

Samariterin Schlesiens

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 344 klicks

„Heute Morgen wurde in Neiße in der Diözese Oppeln die Dienerin Gottes Maria Louise Merkert seliggesprochen. Die selige Maria Louise ist Mitbegründerin der Schwestern von der heiligen Elisabeth und wurde schon zu ihren Lebzeiten als die ‚liebe Mutter aller‘, die ‚Mutter der Armen‘ und die ‚schlesische Samariterin‘ verehrt. Nehmen wir uns die Selige zum Vorbild, um gerade den Armen und Bedürftigen in unserer Nähe die Liebe Gottes zuzuwenden,“ so Benedikt XVI. am 30. September 2007 nach dem Angelus.

Maria Luisa Merkert wurde am 21. September 1817 in Neiße, heute Nysa, geboren. Sie wuchs in einem sehr gläubigen Umfeld auf. Ihre Eltern und ihre ältere Schwester waren Mitglied der Bruderschaft des heiligen Grabes Jesu Christi in der Peter- und Paul-Kirche in Nysa. Die religiöse Erziehung setzte sich auch während der Schulausbildung fort.

Nach dem Tod der Mutter im Jahr 1842 entschied sich Maria, ihr Leben den Armen, Kranken und Bedürftigen zu weihen. Gemeinsam mit ihrer Schwester Mathilde, Franziska Werner und Clara Wolff, einer Franziskanertertianerin, widmete sie sich karitativen Aktivitäten. Wenige Jahre später, am 8. Mai 1846, starb Mathilde, Marias Schwester, an Typhus. Sie hatte sich bei der Krankenpflege infiziert.

Noch im selben Jahr, im Dezember, wurde Maria Novizin bei den Barmherzigen Schwestern des heiligen Karl Borromäus in Prag, wo sie als Krankenschwester tätig war. Bereits am 30. Juni 1850 verließ die Gemeinschaft jedoch, weil sie sich nur nebenbei der Krankenpflege widmete.

Am 19. November 1850 gründete sie gemeinsam mit Franziska Werner die Gemeinschaft, die der heiligen Elisabeth geweiht ist. Die Approbation des Bischofs von Breslau erfolgte am 4. September 1859. Am 15. Dezember 1859 wurde Maria Merkert zur Generaloberin gewählt; am 5. Mai 1860 legte sie gemeinsam mit 25 weiteren Schwestern die Gelübde der Keuschheit, Armut, des Gehorsams und den Armen und Bedürftigen zu dienen ab.

In den Jahren von 1863 bis 1865 wurde das Mutterhaus in Nysa errichtet, das 1864 staatlich anerkannt wurde; am 7. Juni 1871 folgte das Dekret von Pius IX. und 1887 die definitive Approbation durch Leo XIII..