Maria-Theresia vom heiligen Josef (1855-1938)

Ordensgründerin

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 332 klicks

Anna Maria Tauscher wurde am 19. Juni 1855 in Sądów in Polen geboren. Ihre Familie war evangelischer Konfession, ihr Vater Pfarrer. Anna konvertierte mit 33 Jahren zum katholischen Glauben und trat am 30. Oktober 1888 in die katholische Kirche ein.

Im Jahr 1891 gründete sie in Berlin ein Heim für hilfsbedürftige und arme Kinder; es war das erste St.-Josefs-Heim. Ihr schlossen sich weitere Frauen an, die nach den Regeln der Karmeliterinnen vom Göttlichen Herzen in einer Ordensgemeinschaft lebten. Anna Maria nahm den Ordensnamen Maria Theresia vom heiligen Josef an. 1899 zog die Gemeinschaft in die Niederlande um, bis sie schließlich 1904 ihren Sitz in Rocca del Papa bei Rom fand. Im selben Jahr wurde der Orden von Pius X. anerkannt, der in ganz Europa Verbreitung fand, seit 1912 auch in Amerika. Schon in den 30er Jahren existierten 58 Klöster, in denen mehr als 1000 Schwestern lebten, heute sind es weltweit über 5000.

Die Selige starb am 20. September 1938 in Sittard, wo sie ihre letzten Lebensjahre verbracht hatte und auch ihre letzte Ruhestätte fand. Sie wurde am 13. Mai 2006 in Roermond seliggesprochen. Der Seligsprechungsprozess war am 2. Februar 1953 von Bischof W. Lemmens eingeleitet worden. Am 20. Dezember 2002 hatte der selige Johannes Paul II. als verehrungswürdig erklärt. Im Dezember 2005 bestätigte Benedikt XVI. Das für die Seligsprechung erforderliche Wunder.