Marianischer Marathon

Katholischer Sender weltweit

Rom, (ZENIT.org) | 570 klicks

Radio Maria wird in verschiedenen Ländern elf neue Sitze eröffnen. Die Einrichtung eines der verbreitetsten katholischen Sender der Welt wird dank „Mariathon“, des „marianischen Marathon“ möglich, eines Non-Stop-Dialoges mit den Hörern, um die Bedeutung eines katholischen, missionarischen Radio-Senders in diesen Ländern zu erklären.

Mariathon findet in Italien vom 8. bis 10. Mai statt, im Rest der Welt vom 10. bis 12. Mai. In dieser Zeit organisieren 60 Sender aus Europa, Afrika, Asien, Ozeanien und Amerika eine Reihe von weltweiten und kontinentalen Programmen, bestehend aus Gebeten, Zeugnissen und gemeinsamem Austausch.

Über die Seite www.mariathon.org ist es möglich, die Ereignisse in Echtzeit zu verfolgen: Höhepunkte werden die Eucharistische Anbetung in Malawi am Freitag, 10. Mai, um 15.00 Uhr und der Rosenkranz in Panama am Samstag, dem 11. Mai, um 15.00 Uhr sein.

Das Netzwerk der Gesellschaften von Radio Maria erstreckt sich damit über fünf afrikanische Länder (Äquatorial-Guinea, Liberia, Madagaskar, Mali, Nigeria, Republik Guinea), ein amerikanisches Land (Haiti), zwei asiatische (China und Indien) und zwei europäische (Irland und Lettland).

Im Verlauf einer Pressekonferenz am 3. Mai im internationalen Sitz von Radio Maria im Vatikan hat P. Francisco José Palacios, Editorialer Koordinator der „World Family of Radio Maria“, an die Treue des Senders zu seinem ursprünglichen Vorhaben erinnert: 24-Stunden-Evangelisierung über einen Radiosender mittels Gebet und christlicher Bildung.

Die internationale Struktur ermögliche Radio Maria eine echte missionarische Tätigkeit, mit einer Besonderheit:„Jede unserer nationalen Stationen wird von Personen aus dem jeweiligen Ort koordiniert. Niemand kommt von außerhalb, um eine neue Radio-Maria-Niederlassung zu eröffnen, man nimmt immer Menschen, die in dem Land selber ausgebildet sind“, erklärte P. Palacios.

„Der Glaube bringt immer Licht und einen Ausweg aus jeder Situation“, so der Priester, als er die Szenarien in den einzelnen Landern erklärte, in denen neue Kanäle von Radio Maria eröffnet werden.

In Indien zum Beispiel machten „die Christen ein Prozent der Bevölkerung aus und konzentrieren sich auf Kerala im Süd-Westen des Landes. Der private Radiosender wurde vor Kurzem eingeführt und wird mit einem Web-Radio-Streaming beginnen.“

Macao dagegen sei eine „Multi-Kulti-Insel“ und die zweitgrößte Weltmetropole für das Glücksspiel. Doch inmitten der vielen Situationen, die den Menschen erniedrigten, gebe es Gegenstimmen, betonte P. Palacios.

In Europa sei Irland ein Land katholischer Tradition, das heute in einer Krise stecke, während in Lettland die Katholiken in der Minderheit seien, die einen neuen Frühling des Glaubens erlebten.

Haiti, das immer noch unter den Folgen des Erdbebens im Jahr 2010 leide, sei nach wie vor ein Land von Leben und Tod.

Die Herausforderung von Radio Maria sei es, die Werte der „Ehrfurcht vor dem Leben“, der „religiösen Toleranz“ zu verbreiten und Aus-und Weiterbildung zu ermöglichen.

Die „World Family of Radio Maria“ wurde im Jahr 1998 gegründet, um die verschiedenen Niederlassungen in der Welt zu koordinieren. Radio Maria ist in 63 Ländern auf allen fünf Kontinenten vertreten.Der Sender stützt sich auf die grundlegende Arbeit von „Hunderten von Freiwilligen, die sich in jedem Land mit großem Respekt für die lokalen Kulturen engagieren.“

Radio Maria sei kein kommerzieller Sender, sondern verwirkliche nur die Nächstenliebe. Ihm komme das Verdienst zu, Informationen in Länder zu bringen, wo es vorher nichts gab und wo er nun 26 Jahre im Dienst der Kirche von Rom marianisch und missionarisch wirke, hieß es.

In diesem Zusammenhang erklärte P. Palacios auch, dass Radio Maria keine Finanzierung von Diözesen in der Welt erhalte, die Zusammenarbeit mit den örtlichen Kirchen und Ordensgemeinschaften aber sehr eng sei. Die Leiter würden immer unter den Priestern vor Ort gewählt, die nationalen Präsidenten stammten immer aus dem Kreis der örtlichen Laien.