Marienmonat Mai: Liebe zur Mutter

Benedikt XVI.: Katholisch-Sein heißt Marianisch-Sein

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ROM, 31. Mai 2012 (ZENIT.org). - Aus der Ansprache von Papst Benedikt XVI. an eine Delegation der Marianischen Männerkongregation Mariä Verkündung aus Regensburg am 28. Mai 2011:

Ich erlebe das hier in den „Visita ad limina“ (Ad-limina-Besuchen) der Bischöfe so sehr, wie die Menschen – vor allem in Südamerika, aber auch in den anderen Kontinenten – der Mutter vertrauen können, die Mutter lieben können und durch die Mutter dann auch Christus kennen und verstehen und lieben lernen; wie immer noch die Mutter den Herrn zur Welt bringt, wie Maria immer noch Ja sagt und Christus in die Welt hereinträgt. Als wir studiert haben, nach dem Krieg – ich denke, jetzt ist es eher nicht viel anders, kaum besser geworden –, war die Mariologie etwas herb und nüchtern, die in den deutschen Universitäten gelehrt wurde. Aber ich denke, das Wesentliche haben wir doch gefunden. Wir haben uns damals an Romano Guardini orientiert und an dem Buch seines Freundes, des Pfarrers Josef Weiger, „Maria, die Mutter des Glaubens“, der an das Wort der Elisabeth anknüpft: „Selig, die du geglaubt hast!“ (vgl. Lk 1,45).

Sie ist die große Glaubende. Sie hat die Sendung Abrahams, Glaubender zu sein, aufgenommen und nun den Glauben Abrahams im Glauben an Jesus Christus konkretisiert und so uns allen den Weg des Glaubens gewiesen, den Mut, sich anzuvertrauen an den Gott, der sich in unsere Hände gibt, die Freude, zu ihm zu stehen; und dann eben auch wirklich ihre Entschiedenheit standzuhalten, wo die anderen fortgelaufen sind, den Mut, zum Herrn zu stehen, wo er verloren schien, und gerade so das Zeugnis abzulegen, das dann in das Osterfest hinüberführte…

Es ist klar, dass Katholizität ohne marianische Gesinnung nicht sein kann, dass Katholisch-Sein Marianisch-Sein heißt, dass es die Liebe zur Mutter bedeutet, dass wir in der Mutter und durch die Mutter den Herrn finden. [jb]

Buchtipp: Josef Weiger, Maria. Die Mutter des Glaubens. Plöger, 2012.