Marokko: möglicher Partner des Rates für die Zusammenarbeit der Golfländer

Region auf dem Weg zur Bildung eines „monarchistischen“ Blocks?

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RABAT, Donnerstag, 19. Mai 2011 (ZENIT.org/Fidesdienst) – Marokko könnte zusammen mit Jordanien Mitglied des Rates für die Zusammenarbeit der Golfländer (CCG) werden, der vor 30 Jahren von Saudi-Arabien, Bahrein, den Vereinten Arabischen Emiraten, Oman und Katar.

„Die Führungskräfte der CCG begrüßten die Anträge von Jordanien und Marokko um eine Aufnahme in den Rat und beauftragten die zuständigen Außenminister, Verhandlungen mit den Amtskollegen von Jordanien und Marokko auf den Weg zu bringen“, so der Generalsekretär des CCG, Adbel Latif Zayani.

Das Hauptmerkmal der Länder des CCG ist, wie im Fall von Marokko und Jordanien, dass es sich um Monarchien oder Fürstentümer handelt. Es zeichnet sich also vor dem Hintergrund der so genannten „arabischen Revolutionen“, zu denen es in Tunesien, Ägypten, Libyen und Syrien kam, auf der anderen Seite die Bildung eines „monarchischen“ Blocks ab.

Die Aufnahme Marokkos in den CCG würde auch dessen Einflussnahme auf Nordafrika stärken, in einem Moment, in dem verschiedene Weltmächte und Regionen den afrikanischen Kontinent unter wirtschaftlichen und strategischen Gesichtspunkten mit wachsendem Interesse betrachten.

Darunter auch der Iran, der einen Wiederannäherungsversuch an Ägypten auf den Weg brachte, zum einen mit Blick auf den Nahen Osten und zum anderen mit einem gewissen Interesse für Afrika.