Marsch fürs Leben: hoffen und durchstehen

Zeugnis einer Studentin

Washington, (ZENIT.org) | 858 klicks

Dies ist eine Kurzmeditationen über den Pro-Life-Marsch, die von einer jungen Teilnehmerin des Marsches verfasst wurden. Sie heißt Makena Clawson.

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„Können wir mit gutem Gewissen sagen, dass wir alles tun, was in unserer Macht steht, um unsere Kinder – alle Kinder – vor Gefahren zu schützen?“. Diese Frage stellte Präsident Obama vor knapp etwas mehr als einem Monat, anlässlich der Gedenkfeier nach dem Amoklauf an der Sandy Hook Elementary School.

Nein, Mr. President, das können wir nicht.

Beim Pro-Life-Marsch am Freitag hat ein Mann die Sache auf den Punkt gebracht. Er wies auf die Ironie dieses Statements hin, angesichts der völligen Schutzlosigkeit der ungeborenen Kinder.

Unsere Kinder schützen heißt auch, unsere zukünftigen Kinder schützen. Dafür haben die Teilnehmer des Pro-Life Marschs mit ihrem langen Gang bei eiskalten Temperaturen demonstriert.

Derselbe Mann sagte auch, er wolle für Präsident Obama beten. Am Freitag, dem Fest der Bekehrung des heiligen Apostels Paulus, glaube er, dass für Gott alles möglich sei.

Der Pro-Life-Marsch fällt nicht immer auf das Fest Pauli Bekehrung, denn dieses Fest wird am 25. Januar begangen, während der Jahrestag des Gerichtsbeschlusses im Fall Roe vs. Wade auf den 22. Januar fällt. Dieses Jahr wurde der Marsch um ein paar Tage verschoben, weil Anfang der Woche die Veranstaltungen für den zweiten Amtsantritt des Präsidenten stattgefunden hatten. Diese Tatsache  wurde von vielen Pro-Life Marschierern als ein gutes Zeichen gedeutet, das die Hoffnungen auf Gottes Hilfe stärkt.

Nichts ist unmöglich für Gott, und die Bekehrung von Präsident Obama in Hinblick auf das Thema der Abtreibung ist nicht unwahrscheinlich wenn man bedenkt, dass auch Paulus eine Kehrtwendung um 180 Grad machte, vom Christenverfolger zum Völkerapostel.

Es ist nicht immer leicht, die Hoffnung auf Gott zu nähren. Doch wenn Gott verspricht, unvorstellbare und scheinbar unmögliche Dinge zu wirken, wie könnten wir an seinem Versprechen zweifeln?

Wie könnten wir anders, als auf eine Bekehrung unseres Präsidenten zugunsten des Lebens zu hoffen und daran zu glauben, dass wir das Ende der Abtreibungen noch in unserer Generation erleben werden?

Wir marschieren nicht einfach nur, um eine Meinung zu äußern. Wir marschieren, um etwas für unsere Kinder zu tun, die nicht vor allen Gefahren geschützt sind. Wir marschieren, weil wir die Hoffnung pflegen, dass die Dinge sich verändern werden. Wir wollen durchhalten. Wir marschieren, weil wir glauben, dass für Gott nichts unmöglich ist.

Wir marschieren, um eines Tages das Ende der Abtreibungen zu erleben.

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Makena Clawson ist Studentin am College der Benediktiner in Atchinson, Kansas. Sie studiert Spanisch und Journalismus. Sie stammt aus Denver, Colorado.