Marx und Tremmel rufen zu Pfarrgemeinderatswahlen auf

1,6 Millionen Katholiken im Erzbistum wahlberechtigt. Viele Pfarreien wählen per Allgemeiner Briefwahl

München, (Erzbistum Muenchen und Freising) | 287 klicks

Einen Monat vor den Pfarrgemeinderatswahlen am 16. Februar rufen der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, und der Vorsitzende des Diözesanrats der Katholiken, Hans Tremmel, zur Beteiligung an den Wahlen auf. „Setzen Sie Zeichen und rufen Sie die Personen in die Verantwortung, die als gewählte Pfarrgemeinderatsmitglieder Ihren Anliegen Ausdruck verleihen wollen. Nutzen Sie Ihr Wahlrecht und geben Sie Ihre Stimme ab!“, heißt es in dem gemeinsamen Schreiben an die etwa 1,6 Millionen wahlberechtigten Katholiken in der Erzdiözese München und Freising.

Marx und Tremmel danken in ihrem Wahlaufruf den bisherigen Pfarrgemeinderatsmitgliedern sowie den Gläubigen, die sich zur Wahl stellen: „Eine lebendige Kirche braucht Menschen, die ihre Fähigkeiten und Talente einbringen, sie braucht Ihr Engagement!“ Durch ihre verschiedenen Charismen bereicherten die Pfarrgemeinderatsmitglieder „entscheidend das spirituelle und geistliche Leben der Glaubensgemeinschaft“, heißt es weiter: „Zudem bringen sie – sensibel für die Zeichen der Zeit – ein, was die Menschen bewegt, was ihnen Hoffnung gibt, was ihnen Freude macht und was sie bedrängt. Pfarrgemeinderäte gestalten als Christinnen und Christen aktiv ihre Lebenswelt und setzen starke gesellschaftliche Impulse.“

Die Pfarrgemeinderatswahlen 2014 stehen unter dem Motto „Meine Stimme. Für Gott und die Welt“. Erstmals haben die Pfarreien die Möglichkeit, die Wahl als Allgemeine Briefwahl durchzuführen, bei der alle Wahlberechtigten die notwendigen Unterlagen zugestellt bekommen und dann ausschließlich per Brief wählen können. Erfahrungen in anderen Bistümern zeigen, dass die Wahlbeteiligung so mehr als verdoppelt werden kann. Von den 748 Pfarreien des Erzbistums München und Freising haben sich 218 für die Allgemeine Briefwahl entschieden. Weitere 261 Pfarreien verteilen personalisierte Wahlbenachrichtigungskarten, um möglichst viele Gläubige auf die Pfarrgemeinderatswahlen aufmerksam zu machen.

Der Pfarrgemeinderat berät und unterstützt die Priester und pastoralen Mitarbeiter bei der Seelsorge, etwa bei der Planung der Gottesdienste oder bei der Erstkommunion- und Firmvorbereitung. In allen gesellschaftspolitischen Fragen entscheidet und handelt der Pfarrgemeinderat eigenverantwortlich, so bei Aufbau und Durchführung von Nachbarschaftshilfen, bei der Gestaltung von Erwachsenenbildungsangeboten, im Engagement für die Entwicklungszusammenarbeit und für die Bewahrung der Schöpfung. Er hat je nach Größe der Pfarrei zwischen vier und zwölf Mitglieder. Derzeit engagieren sich etwa 9000 Frauen und Männer in den Pfarrgemeinderäten des Erzbistums. Katholiken ab 14 Jahren sind wahlberechtigt, Katholiken ab 16 Jahren sind wählbar. Mit den Pfarrgemeinderäten werden am 16. Februar 2014 auch die Gemeinderäte der muttersprachigen katholischen Gemeinden in der Erzdiözese gewählt. (gob) 

Hinweis:
Nähere Informationen sind unter 
www.erzbistum-muenchen.de/pfarrgemeinderatswahl zu finden. 

(Quelle: Webseite des Erzbistums München und Freising)