Mary MacKillop (1842-1909)

Erste australische Heilige und Ordensgründerin

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 319 klicks

„Über viele Jahre hinweg sind zahllose junge Menschen in ganz Australien mit Lehrern gesegnet worden, die durch das mutige und heiligmäßige Beispiel an Eifer, Ausdauer und Gebet von Schwester Mary MacKillop inspiriert worden sind“, wie Benedikt XVI. während der Heiligsprechung am 17. Oktober 2010 erklärte.

Mary Helen MacKillop wurde am 15. Januar 1842 in Fitzroy im australischen Staat Victoria geboren. Da ihre Familie sich finanziell nicht gut stand, musste sie zum Lebensunterhalt der Familie beitragen. 1860 nahm Mary in Penola eine Tätigkeit als Erzieherin auf. 1866 gründete sie gemeinsam mit Pfarrer Julian Tenison Woods, den sie in Penola kennengelernt hatte, die Kongregation der „Schwestern des heiligen Joseph vom heiligen Herzen“ sowie eine Schule. Die Bildung der armen Schichten und die Fürsorge für Arme und Bedürftige stand im Mittelpunkt ihrer Arbeit.

1898 wurde Schwester Mary zur Generaloberin gewählt und bekleidete das Amt bis zu ihrem Tod am 8. August 1909. Ihre sterblichen Überreste befinden sich an ihrem Sterbeort, im Kloster in Mount Street nördlich von Sydney.

Am 19. Januar 1995 wurde Schwester Mary vom seligen Johannes Paul II. in Sydney seliggesprochen. Ihre Heiligsprechung erfolgte am 19. Dezember 2009 durch Benedikt XVI. auf dem Petersplatz: „‚Erinnere dich, wer deine Lehrer waren – von ihnen kannst du die Weisheit lernen, die zur Erlösung durch den Glauben an Jesus Christus führt.‘ Sie widmete sich als junge Frau auf dem schwierigen und anspruchsvollen Gebiet des ländlichen Australiens der Erziehung der Armen und veranlasste andere Frauen dazu, sich ihr in der ersten Frauenkongregation des Landes anzuschließen. Sie war offen für die Nöte der jungen Menschen, die ihr Vertrauen in sie setzten, ohne Ansehen von sozialem Stand und Vermögen, und sorgte sich um die intellektuelle wie auch um die spirituelle Bildung. Trotz vieler Herausforderungen schenkten ihre Gebete zum hl. Josef und ihre unermüdliche Verehrung des Heiligsten Herzens Jesu, dem sie ihre neue Kongregation widmete, dieser heiligen Frau die notwendigen Gnaden, um Gott und der Kirche treu zu bleiben. Durch ihre Fürsprache mögen ihre Nachfolger heute weiterhin Gott und der Kirche mit Glauben und Demut dienen!“