Medienerziehung nach Benedikt XVI. (II): Die Aufgabe der Medien-Wirtschaft

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ROM, 24. Januar 2007 (ZENIT.org).- Die Botschaft von Papst Benedikt XVI., die heute, Mittwoch, aus Anlass des 41. Welttags der Sozialen Kommunikationsmittel (20. Mai 2007) im Vatikan vorgelegt wurde, enthält die eindringliche Aufforderung an alle Medienschaffenden, sich der Verpflichtung ethischer Standards zu stellen.



„Der von Herzen kommende Wunsch von Eltern und Lehrern, die Kinder nach den Werten des Schönen, Wahren und Guten zu erziehen, kann von der Medien-Wirtschaft nur in dem Maß unterstützt werden, in dem sie die grundlegende Menschenwürde, den wahren Wert von Ehe und Familienleben sowie die positiven Errungenschaften und Ziele der Menschheit fördert“, erklärt der Heilige Vater, ehe er die Notwendigkeit hervorhebt, „dass die Medien effektiver Bildung und ethischen Standards verpflichtet sind“.

Der Papst räumt in dem Schreiben ein, dass viele Menschen in der Medienwelt „den Wunsch haben, zu tun, was richtig ist“, dass sie aber aufgrund des wirtschaftlichen Wettbewerbs „besonderem psychologischen Druck und ethischen Dilemmata“ ausgesetzt seien. So würden sie oftmals „zu niedrigeren Standards“ verleitet.

Mit kraftvollen, mahnenden Worten warnt Benedikt XVI. vor dieser Versuchung: „Jeder Trend, Programme – einschließlich Filme und Video-Spiele – zu produzieren, die im Namen der Unterhaltung Gewalt verherrlichen und antisoziales Verhalten oder die Banalisierung menschlicher Sexualität darstellen, ist eine Perversion – um so abstoßender, wenn diese Programme für Kinder oder Jugendliche gemacht werden. Wie kann man diese ‚Unterhaltung‘ den zahllosen jungen Menschen erklären, die unter Gewalt, Ausbeutung und Missbrauch leiden? Diesbezüglich würde jeder gut daran tun, über den Gegensatz zwischen Christus – der ‚die Kinder in seine Arme nahm, ihnen die Hände auflegte und sie segnete‘ (Mk 10,16) – und demjenigen nachzudenken, der ,einen von diesen Kleinen zum Bösen verführt‘ und für den es besser wäre, ;man würde ihn mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer werfen‘ (Lk 17,2).“

Am Ende seiner Botschaft appelliert er in diesem Sinn „an die Verantwortlichen der Medien-Wirtschaft, die Produzenten anzuleiten und zu ermutigen, das Gemeinwohl zu schützen, die Wahrheit zu bekräftigen, die Menschenwürde jedes einzelnen zu verteidigen und die Achtung vor den Bedürfnissen der Familie zu fördern“.