Medienvertreter sollen Sprachrohre des Heiligen Geistes sein

Bischof Kapellari feiert Heilige Messe für Medienvertreter

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KÖLN, 17. August 2005 (ZENIT.org).- Anlässlich eines Gottesdienstes für Medienvertreter lud Bischof Dr. Egon Kapellari von Graz-Seckau, Referent für Medienfragen in der österreichischen Bischofskonferenz, die rund 7000 beim Kölner Weltjugendtag akkreditierten Berichterstatter dazu ein, den Heiligen Geist zu vermitteln.



Wie viele Menschen seien auch die nach Köln gepilgerten Jugendlichen vom Wunsch beseelt, "mehr Geist zu haben". Und damit meinte der stellvertretende Vorsitzende der österreichischen Bischofskonferenz in einer Heiligen Messe vor mehreren Dutzend Journalisten in der Kölner Kirche St. Gereon den Heiligen Geist, "als ein Licht über dem Lebensweg und als eine Kraft, die hilft, das Leben sinnvoll zu gestalten". Beim 20. Weltjugendtag gehe es aber "nicht nur um Lebensenergie. Es geht in der Auseinandersetzung mit Weltgeist und Zeitgeist um den Heiligen Geist, um die Kraft Gottes, die Jesus Christus vor seinem Leiden und Sterben den Jüngern und so der ganzen späteren Kirche versprochen hat." Jeder Mensch kenne das Gefühl, von Geist, auch vom Heiligen Geist, erfüllt zu sein. "Es gibt aber immer wieder auch die gegenteilige Erfahrung", dieses Gefühl der Kraft- oder Fantasielosigkeit vor zu bewältigenden Aufgaben. Wenn Menschen diese Erfahrung machen, "sind sie so etwas wie ein Brunnen mit wenig Wasser und wie ein Ofen ohne Feuer". Und wer sich mit einem derartigen Zustand "nicht einfach abfindet, der geht auf die Suche nach einem Licht, nach einer Quelle von Geist und Kraft", das die Sterndeuter aus dem Orient in Jesus gefunden hätten.

"In dieser Woche ist die Stadt Köln und der sie umgebende Großraum für unzählige, vor allem für unzählige junge Menschen das, was vor 2000 Jahren Jerusalem und Bethlehem für die Sterndeuter aus dem Osten gewesen sind. Sie sind hierher gekommen, um zu erfahren, dass Gott nicht nur eine Idee, ein Name ist, sondern ein lebendiges Du. Sie sind gekommen, um zu erfahren, dass die alte Kirche jung ist, und dies auch in Europa." Die Kirche sei gerade deshalb jung, "weil Heiliger Geist in ihr ist: jener Geist, der Mutter Teresa und Papst Johannes Paul II. befähigt hat, noch in hohem Alter spirituell jung zu sein. Jener Geist, der auch Papst Benedikt XVI. mit dieser Gabe beschenkt. Die jungen Leute aus aller Welt sind nach Köln gekommen, um Geist zu empfangen und etwas von jenen Früchten des Geistes, des Heiligen Geistes, von welchen der Apostel Paulus in der Lesung dieser Eucharistiefeier spricht: Es sind Freude, Friede, Freundlichkeit, Selbstbeherrschung, Treue."

Jede Gesellschaft brauche viel von diesen Gaben des Geistes, "wenn sie leben, wenn sie überleben soll". Deshalb appellierte Bischof Kappelari abschließend an alle Medienvertreter, Mitarbeiter des Heiligen Geistes zu sein, "damit von diesen Tagen in Köln viel von diesem Geist in alle Welt hinein vermittelt wird".