Meditationen für den Kreuzweg beim Kolosseum

Erzbischof Bregantini verfasst dieses Jahr die Texte

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 261 klicks

Der Erzbischof von Campobasso-Bojano, Giancarlo Maria Bregantini, wird dieses Jahr die Meditationen zum Kreuzweg verfassen, der jedes Jahr am Karfreitag in Rom beim Kolosseum in Anwesenheit des Papstes begangen wird. Dieses Jahr wird das Ereignis am 18. April stattfinden.

Bregantini ist bei der Bischofskonferenz für den Bereich „Arbeit“ zuständig und wurde in Italien als ehemaliger Bischof des süditalienischen Bistums Locri, wo er von 1994 bis 2007 tätig war, bekannt, da er sich dort als entschiedener Gegner der dortigen Mafia betätigte und sich deutlich gegen die kalabresische N’drangheta aussprach.

Gegenüber Radio Vatikan sagte Bregantini, seine Texte zum Kreuzweg würden unter dem Thema „Gesicht Christi, Gesicht des Menschen“ stehen. Er sagte:

 „Eine Station nach der anderen möchte ich den Blick auf die Krise in der heutigen Zeit richten. Es geht vor allem um die Arbeitslosigkeit, aber nicht nur. Es geht auch um das Problem der überfüllten Gefängnisse oder um die schreckliche Welt der Drogen, aber auch um das Drama der Kranken, und da möchte ich insbesondere das Augenmerk auf jene Kranke richten, die sich im Endstadium befinden. Es geht ganz allgemein um menschliche Realitäten, bei denen man das Gefühl hat, dass keine Hoffnung besteht.“

Bregantini sagte, die Vorbereitung des Kreuzwegs sei für ihn eine große Ehre. Das Apostolische Schreiben „Evangelii Gaudium“ von Papst Franziskus sei eine wichtige Inspirationsquelle gewesen, so der Erzbischof. So sei der gesamte Kreuzweg dem Apostolischen Schreiben gewidmet, was sich nicht nur in Zitaten widerspiegele. Er sagte:

„Diese Exhortation ist für mich persönlich ein sehr wichtiges Dokument, weil sie uns hilft, die heutige Welt zu verstehen mit all ihren Problemen. Das Besondere ist aber, dass wir unsere Krisen nur durch die Betrachtung des barmherzigen Gesichtes Jesus überwinden können.“