Mehr als 100.000 Teilnehmer am Pro Life Marsch in Lima

Politiker, Künstler, Sportler, Geistliche verschiedener Konfessionen treffen sich zu dieser Veranstaltung

Lima, (ZENIT.org) | 662 klicks

Mehr als 100.000 Menschen marschierten durch die Straßen der peruanischen Hauptstadt Lima, um sich öffentlich zur Verteidigung des Lebens ab der Empfängnis und bis zum natürlichen Tod zu bekennen. Während des großen Pro Life Marschs „Lima 2013: Rettet di Zukunft“, der am 23. März stattfand, wurden Unterschriften für einen Gesetzesvorschlag gesammelt, der Abtreibung abschaffen und das Recht auf Leben der ungeborenen Kinder schützen soll.

„Der Staat muss das Leben schützen und verteidigen und gegen eine irreführende Propaganda vorgehen, die unter dem Vorwand, die Gesundheit der Frauen schützen zu wollen, Leben vernichtet. Wir sagen Nein zu dieser Art von Argumenten, die man so oft hört; wir wollen die Familie und das Leben schützen, ohne Kompromisse.“ Mit diesen Worten kommentierte Kardinal Juan Luis Cipriani, Erzbischof von Lima, den Marsch fürs Leben.

„Es befremdet uns sehr, dass das Verfassungsgericht die Jugend ohne Schutz gelassen hat, indem es Beziehungen zwischen Erwachsenen und Jugendlichen genehmigt hat, was zutiefst abartig ist und von uns nicht toleriert werden kann; dieser Gerichtsentscheid muss abgeändert werden“, erklärte Kardinal Cipriani des Weiteren.

Der Erzbischof von Lima dankte auch den Tausenden von Menschen unterschiedlicher Glaubenszugehörigkeit, die sich dieser Initiative angeschlossen hatten.

„Wir alle sind hier, um das menschliche Leben zu bejahen, von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod. Wir sind hier vereinigt, um vor Gott Nein zu sagen zu diesem Mord, dieser teuflischen Handlung, die sich Abtreibung nennt. Nein zur Abtreibung! In unserer Zeit findet ein weltweiter Kampf statt, um das Leben zu verteidigen, die christliche Ehe zu verteidigen, die Familie zu verteidigen; all diese Werte sind unverzichtbar! Gleichzeitig wollen wir unseren Eltern und Großeltern danken, die so großzügig gewesen sind, mit Gott zusammenzuarbeiten, um einem jeden von uns das Leben zu schenken. In aller Bescheidenheit können wir sagen, dass das Leben in Lateinamerika bisher immer verteidigt worden ist.“

Kardinal Cipriani dankte auch allen Politikern, die im Jahr 2002 dazu beigetragen haben, dass der 25. März in Peru per Gesetz als „Tag des ungeborenen Kindes“ anerkannt wurde.

Zuletzt erklärte der Erzbischof von Lima, Papst Franziskus sei ein entschlossener Verteidiger allen menschlichen Lebens, und forderte alle dazu auf, sich dem Heiligen Vater anzuschließen.

„Wir besitzen in unserem Heiligen Vater einen Verteidiger des Lebens. Es ist eine Freude und eine große Verantwortung für uns, dass die Kirche heute einen Heiligen Vater aus diesem Kontinent besitzt; es bedeutet, dass wir in unserem Alltagsleben unseren Prinzipien treu sein müssen“, so Kardinal Cipriani.

Der große Pro Life Marsch

Der diesjährige „Marsch fürs Leben“ begann in der Avenida de la Peruanidad um 9:00 Uhr vormittags. Tausende von Menschen nahmen teil an dieser Initiative; darunter Jugendliche, Erwachsene, schwangere Frauen und Kinder. Zahlreiche Studenten und Schüler sangen mit Begeisterung einfache Lieder zur Feier dieses Festtags des Lebens.

Auch bekannte Personen aus Politik, Kultur und Fernsehen nahmen an diesem überkonfessionellen Marsch zur Verteidigung des Lebens vom Augenblick der Empfängnis bis zum natürlichen Tod teil.

Unter lauten Gesängen und Rufen für das Leben gelangte der Zug allmählich zur Avenida Salaverry, wo er bei der Apostolischen Nuntiatur Halt machte. Msgr. James Patrick Green, Apostolischer Nuntius in Peru, begrüßte die Menge. Die Organisatoren des Marsches übergaben dem Nuntius ein Schreiben, in dem sie dem Heiligen Vater Franziskus zu seiner Papstwahl gratulierten und ihm versprachen, in Peru immer Verteidiger des Lebens zu sein, dem Beispiel Christi folgend.

Danach bog der Marsch in die Calle Prescott ein und folgte der Avenida César Vallejo bis zum Parque Mariscal Castilla en Lince, wo Kardinal Juan Luis Cipriani seine bereits zitierte Ansprache an die Teilnehmer des Marsches hielt.

Der große Marsch fürs Leben „Lima 2013: Rettet di Zukunft“ endete mit einem Konzert, in dessen Verlauf die Sängerin Sandra Muente das offizielle Lied der Veranstaltung „Vengo a cuidar de ti“ interpretierte.

Der Pro Life Marsch in Peru findet jedes Jahr statt, seit das Land den „Tag des ungeborenen Kindes“ einführte. Der Kongress der Republik Peru approbierte 2002 das Gesetz Nr. 27654, mit dem der 25. März zum „Tag des ungeborenen Kindes“ erklärt wurde, ein wichtiger Schritt zur Anerkennung der Rechte der Ungeborenen; derselben Rechte, die die peruanische Verfassung allen Menschen zugesteht.

Für weitere Informationen (auf Spanisch): www.marchaporlavida.org