Mehr als 115.000 Menschen wurden in Manila obdachlos

Internationale Gemeinschaft ruft zur Soforthilfe für Opfer des Tropensturms "Ketsana" auf

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MANILA, 29. September 2009 (Zenit.org).- Der Tropensturm "Ketsana" hat am Wochenende in Manila, der Hauptstadt der Philippinen, mehr als 115.000 Menschen obdachlos gemacht. Der September ist in Manila Regenzeit. Aber am Samstag, dem 26. September, brachte der Tropensturm Ketsana in zwölf Stunden die Regenmenge eines Monsunmonats in die Metropole, in der rund zehn Millionen Menschen leben, und überschwemmte 80 Prozent der Stadt und einen Großteil ihrer Umgebung. Über 240 Menschen kamen ums Leben. Hunderttausende sind als Folge der Überflutungen obdachlos geworden, Dutzende werden noch vermisst.

Sicherheitskräfte setzten am Montag ihren Rettungseinsatz in der Hochwasserregion im Großraum Manila fort. Hilfsorganisationen hätten damit begonnen, Lebensmittel und Medikamente an die obdachlos gewordenen Menschen zu verteilen, die in Notunterkünften Zuflucht gesucht hätten, sagte der Verteidigungsminister. Der Tropensturm zog unterdessen in Richtung Vietnam weiter, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. Er dürfte in der Nacht zum Dienstag oder am Dienstagmorgen als Taifun die Küste erreichen.

"Besonders besorgt sind wir wegen der eine Million armen Menschen, die in Wellblechhütten unter Brücken, an den Flussrändern und in Senken wohnen", sagt Anton Pascal, der Direktor der Caritas Manila.

"Mit 16.000 armen Müttern führen wir zurzeit ein Klein-Kredit-Projekt durch. 90 Prozent von ihnen haben mit Sicherheit alles verloren. Im Augenblick sind wir aber noch in der Rettungsphase. Alle arbeiten zusammen. Wir haben viele Freiwillige, die uns helfen, Hilfspakete zu packen und an die Menschen zu verteilen, die sich in die 300 Pfarreien, 150 Kirchen und 100 kirchlichen Schulen der Stadt geflüchtet haben. Wir brauchen Trinkwasser und Nahrungsmittel, sowie Medizin gegen Durchfälle. In den Fluten treiben immer noch viele Tierkadaver. Wir haben Angst vor Seuchen."

Caritas international, das Hilfswerk der deutschen Caritas, unterstützt die Hilfe für die Überlebenden des Tropensturms Ketsana und stellt dafür 50.000 Euro bereit. Das internationale Caritas-Netzwerk hat bisher 5.000 Familien mit Lebensmitteln, trockener Kleidung, Moskitonetzen und Hygieneartikeln versorgt.

Die Caritas-Hilfe konzentriert sich auf die Gebiete nördlich von Manila. Zusätzlich werden gezielte Verteilungen in den Slums der Hauptstadt vorbereitet.

Aufgrund des Ausmaßes der Katastrophe ruft Caritas international zu Spenden auf. Spenden für die Opfer des Tropensturms auf den Philippinen werden erbeten auf:

Kto-Nr. 202
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe
BLZ 660 205 00

Stichwort: Flutopfer Philippinen