Mehr diplomatischen Bemühungen, um Christen weltweit zu schützen

Der Soziologe Massimo Introvigne sprach im Europäischen Parlament

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BRÜSSEL, 18. März 2011 (ZENIT.org).- Diplomatische Bemühungen seien unerlässlich, um Christen weltweit zu schützen. Christen würden oftmals Opfer von Diskriminierung und manchmal auch von Verfolgung, erklärte der Soziologe Massimo Introvigne bei einer Veranstaltung zum Thema „Intoleranz und Diskriminierung gegenüber Christen", die am Mittwoch im Europäischen Parlament in Brüssel stattfand.

Introvigne ist Vertreter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) und setzt sich für die Bekämpfung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Intoleranz und Diskriminierung gegenüber Christen ein.

An der Veranstaltung nahmen auch der Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Mario Mauro, und der amerikanischen Verfassungsrechtler Joseph Weiler teil, der den Ausdruck „Christenphobie" geprägt hat.

Als „positiv und konstruktiv" bezeichneteIntrovigne das Einschreiten der von Franco Frattini angeführten Gruppe von Außenministern angesichts der Terroranschläge in mehreren Ländern, darunter Ägypten und Pakistan,

Die gewalttätigen Handlungen „haben nicht erst gestern begonnen und werden leider auch nicht morgen zu Ende sein", sagte der Soziologe. Aus diesem Grund sei es dringend, die diplomatischen Bemühungen fortzusetzen.

„Als Vertreter der OSZE habe ich den Vorschlag gemacht, einen Tag festzusetzen, an dem der zeitgenössischen christlichen Märtyrer gedacht werden soll, einschließlich derer, die jüngst in Ägypten und Pakistan ums Leben gekommen sind. Als Gedenktag ist der 7. Mai vorgesehen, in Erinnerung an eine ähnliche Initiative von Johannes Paul II. im Jahr 2000 im römischen Kolosseum", gab Introvigne bekannt.

Introvigne und Weiler nannten die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, die Entfernung von Kruzifixen aus italienischen Schulen anzuordnen, „unsinnig" und hoffen darauf, dass der für heute erwartete Entscheid über die von Italien beantragte Revision diese „Anomalie, die der bisherigen Rechtsprechung des Gerichtshofs widerspricht", beseitige.