„Mein Leben mit dem Papst“: Kardinal Dziwisz nahm „Premio Roma“ entgegen

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ROM, 11. Juli 2007 (ZENIT.org).- Am Dienstagabend wurde Kardinal Stanislaw Dziwisz, Erzbischof von Krakau, für sein Buch „Mein Leben mit dem Papst. Johannes Paul II: Wie er wirklich war“ mit dem Preis „Premio Roma“ ausgezeichnet.

Die Preisverleihung fand im eindruckvollen Rahmen des römischen Theaters von Ostia Antica statt. Die deutsche Fassung des Buches, das der Kardinal zusammen mit dem Journalisten und ehemaligen Vizedirektor des „Osservatore Romano“, Gian Franco Svidercoschi, verfasst hat, wird ab dem 19. September erhältlich sein (Mein Leben mit dem Papst. Johannes Paul II. Wie er wirklich war, St. Benno Verlag, Leipzig 2007, 240 Seiten, ISBN 9783746223469).



Vor 4.000 Besuchern, darunter namhafte Persönlichkeiten aus der Welt der Literatur, des Verlagswesens, des Journalismus und der Politik, wurden die diesjährigen Preise übergeben.

Das Buch von Kardinal Dziwisz stellt das außerordentliche Zeugnis des Mannes dar, der für über 40 Jahre das Leben Papst Johannes Pauls II. begleitet hat. Das Werk beschäftigt sich mit den bedeutendsten Etappen des Lebens Karol Wojtylas: von seinem pastoralen Dienst als junger Bischof von Krakau bis hin zur Wahl zum Nachfolger Petri im Jahr 1978; von der Unterstützung für die polnische Gewerkschaft Solidarnosc bis hin zum Attentat im Jahr 1981; vom historischen Gebetstreffen für den Frieden in Assisi bis hin zum Großen Jubiläum des Jahres 2000.

In der Begründung zur Preisverleihung ist zu lesen, dass das Buch des Kardinals ein „historischer Essay ist, dem es wie wenigen gelingt, uns zum Sieg von unwahrscheinlichen Hoffnungen über die rohe Wirklichkeit des Kontrastes zwischen Freiheit und Diktatur und, auf kultureller Ebene, zwischen christlichem Humanismus und historischem Materialismus zurückzubringen“.

Das Buch „Mein Leben mit dem Papst“ mache sich verdient, weil es an Erinnerungen festhalte, die ansonsten ausgelöscht zu werden drohten; es biete sich als Führer durch jene Jahre an, die in der Wende des Jahrhunderts und des Jahrtausends im Großen Jubiläum 2000 zusammenflossen. Der bereits von Krankheit geschwächte, aber unzähmbare Papst habe dabei die ganze Menschheit zu einem einträchtigen Weg des Friedens aufgerufen.

Kardinal Dziwisz zeigte sich in seiner Dankrede davon überzeugt, dass die Jury den Preis der Hauptperson seines Buches verleihen wollte: „Diese heißt Karol – für viele der große Karol, für mich Vater Karol und auch heiliger Karol.“

Es sei aus verschiedenen Gründen nicht leicht gewesen, das Buch zu schreiben, fuhr der Kardinal fort. „Aber ich wurde von den Menschen sehr dazu gedrängt, damit eine Person nicht in Vergessenheit gerät, die beliebt war und ist und nicht vergessen werden will. Ich widme dieses Buch den vielen Leuten auf der Welt, vor allem hier in Rom und in Italien, die ihn schon lieben, die ihn geliebt haben und die ihn lieben wollen.“

Der letzte Gedanke des Kardinals galt der Stadt Rom: „Glauben Sie mir, ich liebe Rom und habe auch das von Johannes Paul II. gelernt. Und nach 27 Jahren bin ich von Rom nach Krakau gegangen. Mein Herz aber schlägt auch hier, und vor allem neben dem Heiligen Vater. Es schlägt hier, für das Ewige Rom, das man nie vergessen kann.“