Mensch sein von Anfang an – neue Internetseite „www.deine-stammzellen-heilen.de“

Von Alexander Riebel

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WÜRZBURG, 26. September 2007 (Die-Tagespost.de/ ZENIT.org).- Die Würde des Menschen muss in der Forschung gewahrt bleiben. Dies gilt auch gerade für die Stammzellforschung, die mit dem Anspruch des Heilens auftritt. Dass menschliche Embryonen Würde besitzen, ist selbstverständlich, weil der Mensch durch die Verschmelzung von Samenzelle und Ei entsteht. Für den Schutz dieser Würde tritt die neue Initiative des „Bundesverbands Lebensrecht“ (BLV) „www.deinestammzellen-heilen.de“ ein.



„Deine Stammzellen heilen“ ist eine eindeutige Botschaft: Sich nicht durch die Stammzellen anderer heilen zu lassen, die als unschuldige Ungeborene dafür sterben müssten.

Die Internetseite bietet eine Fülle von ständig aktualisiertem Material über die Diskussion zur Stammzellforschung, sie erklärt die medizinischen und rechtlichen Hintergründe, und Prominente aus Wissenschaft und Kultur setzen sich für den Erhalt des Stichtags und die Ausweitung der Forschung mit adulten Stammzellen ein. Das gehört auch zu den Hauptanliegen der Initiative: Das Embryonenschutzgesetz (EschG) und das Stammzellgesetz (StZG) sollen in der jetzigen Form erhalten bleiben, einschließlich der geltenden Stichtagsregelung. Und es wird gezeigt, dass einzig die Forschung mit adulten Stammzellen sinnvoll und ethisch vertretbar ist.

Deutschland als eine der führenden Nationen in der Erforschung adulter Stammzellen bietet auch eine hervorragende Voraussetzung, den bisherigen Forschungsstandort noch zu verstärken. Die Internetseite zeigt zahlreiche Gründe dafür, dass dies der richtige Weg ist. Denn embryonale Stammzellen zu verwenden bedeutet nicht nur Tötung von Embryonen, sie führen auch mit großer Wahrscheinlichkeit zu Tumoren. Nach der anfänglichen Euphorie über angebliche Erfolge mit embryonalen Stammzellen ist endlich Ernüchterung unter Wissenschaftlern eingetreten. Adulte Stammzellen dagegen verhalten sich unkompliziert und werden schon gegen verschiedene Krankheiten wie Leukämie, Lymphomen, Anämien und Immundefekte angewandt.

Unter dem Stichwort „Heilung“ geben führende Mediziner Auskunft über weitere Heilungserfolge und berichten von ihrer eigenen Erfahrung bei der Therapie. An den Beispielen wird deutlich, wie wichtig öffentliche Aufklärung über die überzeugende Wirkung adulter Stammzellen ist. Sie haben schon gegen Herzinfarkte geholfen, gegen Diabetes, Stress- und Harninkontingenz, Tuberkulose oder Knochendefekte. Selbst Herzklappen werden schon aus adulten Stammzellen gezüchtet.

Mord war noch nie eine Lösung

Klar, dass für diese Leistungen Unterstützung gefordert ist, und wer will hier nicht dabei sein? Aussagen Prominenter machen klar, worum es geht. Für Marie Luise Dött, MdB, Bundesvorsitzende des Bunds Katholischer Unternehmer (BKU) kommt eine Änderung des Stichtags nicht in Frage. Eine solche Änderung hätte „die Ausweitung einer Forschung zur Folge, die ethisch inakzeptabel ist, und medizinisch keinen Erfolg verspricht“. „Mord war noch nie eine Lösung“, formuliert es gerade heraus Elisabeth Prinzessin von Thurn und Taxis und plädiert für die ethische Heilungsmethode. Hoffnung auf ein besseres Besinnen der Politiker hat Peter Hahne (Berlin), TV-Moderator und Bestseller-Autor („Schluss mit lustig“), und Mediziner sollten der Versuchung widerstehen, mit getöteten Embryonen viel Geld zu verdienen. Zu den Unterstützern gehört auch der Philosoph Robert Spaemann. Er hält es für sinnlos, in Fragen der Stammzellforschung immer wieder auf die Forschungsfreiheit und medizinische Fortschritte hinzuweisen, nachdem doch das Bundesverfassungsgericht erklärt hat, der Mensch sei Mensch von Anfang an.

Die Initiative wird auch von eine Reihe von Organisationen unterstützt. Um nur einige zu nennen: Die „Aktion Lebensrecht für Alle e.V.“ (ALfA), „Ärzte für das Leben e.V.“ (ÄdfL), „Christdemokraten für das Leben e.V.“ (CDL), der „Malteser Hilfsdienst e.V.“ oder die „Stiftung Ja zum Leben“.

Die Internetseite ist ein Schwergewicht in der Diskussion über die Stammzellforschung, ihr ist die entscheidene Wirkung zu wünschen. Für die redaktionelle Verantwortung zeichnet die ALfA-Vorsitzende Claudia Kaminski, die Gestaltung und Umsetzung hat Stefan Rehder übernommen, auch Autor dieser Zeitung.

[© Die Tagespost vom 25. September 2007]