Menschen dürfen Gott nicht nur vom Hörensagen kennen

Papst Franziskus spricht vor italienischen Exerzitienleitern

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 322 klicks

Am Montag, dem 3. März 2014, betonte Papst Franziskus in einer Ansprache vor einer Gruppe italienischer Exerzitienleiter - „Assemblea della Federazione Italiana Esercizi Spirituali“ (FIES) -, die Bedeutung regelmäßiger Exerzitien. Anlass des Treffens in der Sala Clementina im Apostolischen Palast war das 50-jährige Jubiläum der FIES.

Papst Franziskus bezeichnete die Exerzitien als eine Einladung Gott, seine Liebe und seine Schönheit zu erfahren. Wer sich Exerzitien unterziehe, kehre „erneuert, verändert in den Alltag, das Amt, die alltäglichen Beziehungen zurück und führe den Duft Christi mit sich.“ Der Papst betonte, dass Männer und Frauen heutzutage einer Begegnung mit Gott bedürften, ihn kennenlernen müssten „nicht nur vom Hörensagen“.

Die bevorzugten Orte, in denen den Menschen Zeit zu Stille und Gebet geboten werden könne, seien Exerzitienhäuser, die über entsprechend ausgebildete Mitarbeiter verfügten.

Papst Franziskus ermutigte die Anwesenden, dass die Priester sich darum kümmerten, ausreichend Exerzitienhäuser mit gut ausgebildetem Fachpersonal zur Verfügung zu stellen. Protagonist der Exerzitien bleibe der Heilige Geist. Er unterstütze jede gute Tat und das Gebet.

Gute Exerzitien trügen dazu bei, die bedingungslose Nähe zu Jesus zu erneuern und das Gebet als unersetzliches Mittel dazu zu verstehen. Abschließend dankte Papst Franziskus der FIES für ihren Einsatz und äußerte den Wunsch, dass die Exerzitien Verbreitung, Unterstützung und Wertschätzung fänden.

Ab Sonntag wird Papst Franziskus mit den ersten Fastenexerzitien seines Pontifikats beginnen, die er wie schon seine Vorgänger mit den wichtigsten Mitarbeitern der Kurie begehen wird. Als Ort wählte er ein Exerzitienhaus der Gesellschaft des heiligen Apostels Paulus („Paolini“) in Ariccia, statt sie im Apostolischen Palast in der Kapelle „Redemptoris Mater“ abzuhalten.