Merkel: Dialog überwindet Hürden

Würdigung der Rolle der Religionen für die Gesellschaft beim Internationalen Friedenstreffen in München

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MÜNCHEN, 13. September 2011 (ZENIT.org). - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Montag die Rolle der Religionen für Einheit und Frieden in der Welt vor rund 1500 Zuhörern im Herkulessaal der Residenz beim Internationalen Friedenstreffen in München hervorgehoben. „Die Trennung von Kirche und Staat darf niemals vergessen lassen, dass wir als Menschen ohne den Glauben an Gott schnell überheblich werden“, so Merkel, Politik könne Zusammenhalt fördern, aber nicht verordnen.

Das Gemeinschaftsempfinden bilde sich im außerpolitischen Raum und dabei spielten die Kirchen eine wichtige Rolle. Da die Religionen aber auch sträflich missbraucht würden, sei der Dia­log der Rel­igio­nen, wie ihn das In­ter­na­tio­na­le Frie­dens­tref­fen pfle­ge, unabdingbar. Das in­ter­na­tio­na­le Frie­dens­tref­fen über­win­de Gren­zen und för­de­re das Zu­sam­men­ge­hö­rig­keits­ge­fühl, auch unter den Re­li­gio­nen, Krieg sei der Vater aller Armut und Frie­de die Mut­ter aller Ent­wick­lung, so Mer­kel unter Applaus in der Münch­ner Re­si­denz. Unser reicher europäischer Kontinent müsse etwa den Gedanken des nachhaltigen Wirtschaftens für die nachfolgenden Generationen fördern.

„Wir brau­chen die Kraft des Glau­bens, um die Fra­gen un­se­rer Zeit zu be­wäl­ti­gen“, betonte Mer­kel.