Messe für verstorbene Kardinäle im Petersdom

Die Hoffnung siegt über das Rätsel des Todes

| 1486 klicks

ROM, 5. November 2009 (ZENIT.org).- Papst Benedikt XVI. hat heute, Montag, der im vergangenen Jahr verstorbenen Kardinäle gedacht. Während der Gedenkmesse im Petersdom rief er zum Gebet für sie und alle verstorbenen Erzbischöfe und Bischöfe auf.
 
Zu Beginn der heiligen Messe rief Benedikt XVI. die Namen der in den letzten zwölf Monaten verstorbenen Kardinäle in Erinnerung. Es handelt sich um die Kardinäle Avery Dulles, Pio Laghi, Stéphanos II Ghattas, Stephen Kim Sou-Hwan, Paul Joseph Pham Đình Tung, Umberto Betti, Jean Margéot

In seiner Predigt betonte der Papst, dass das Leben eine ständige und wachsame Erwartung sein muss, eine Pilgerfahrt hin zum ewigen Leben, „der letzten Erfüllung, die unserem Weg auf Erden Sinn und Fülle gibt“.
 
Benedikt XVI. gedachte der verstorbenen Kardinäle, Erzbischöfe und Bischöfe voller Zuneigung. Der Papst dankte Gott für diese Zeugen des Evangeliums, die treu der Kirche gedient haben, dies in dem Bewusstsein der „wirklichen und geheimnisvollen Gemeinschaft, die uns Pilger auf Erden mit all jenen vereint, die uns ins Jenseits vorausgegangen sind, in der Gewissheit, dass der Tod nicht die Bande der geistlichen Brüderlichkeit bricht, die durch die Sakramente der Taufe und der Weihe besiegelt worden sind“.
 
Die Trennung von den lieben Menschen sei schmerzhaft. Das Ereignis des Todes „ist ein mit Unruhe belastetes Rätsel, für die Gläubigen jedoch ist er, wie auch immer es zu ihm kommt, stets erleuchtet von der Hoffung auf die Unsterblichkeit“.
 
Der Glaube trage in diesen Momenten, die auf menschlicher Ebene voller Traurigkeit und Trostlosigkeit seine. Während jedoch die Wohnstatt dieses irdischen Exils zerstört werde, werde eine ewige Wohnstatt im Himmel bereitet. Alles Leiden nehme Wert und Bedeutung an, wenn man es in der Perspektive der Ewigkeit betrachtet.
 
Jede Prüfung gereiche dem Menschen zu einem geistlichen Vorteil, dies sowohl „hier unten“, als auch vor allem im künftigen Leben, „im Himmel“. Zusammen mit dem heiligen Petrus mahnte der Papst abschließend, im Herzen die Perspektive der Hoffnung lebendig zu erhalten, da Jesus den Tod zerstört und den Menschen so das Leben ohne Ende geschenkt habe und dies als Osterlamm in der Eucharistie für die Menschen tue.