Mexiko: Erpressung und Bedrohung von Priestern

Der Bischof von Cuernavaca äußert Besorgnis

Rom, (Fides) | 280 klicks

Ein Priester der Diözese Cuernavaca wurde Opfer von Erpressung und Morddrohungen; dies beklagt Bischof Ramon Castro Castro. Wie Beobachter dem Fidesdienst berichten, betonte der Bischof von Cuernavaca beim gestrigen Sonntagsgottesdienst in der Kathedrale: „Es handelt sich um eine hässliche und prägende Erfahrung: Es geht um Erpressung und Todesdrohungen, die bis zum versuchten Mord gingen. Zu Erpressungen kam es auch in anderen Pfarreien, wo einschüchternde Anrufe eingingen. In diesem Fall gingen die Angreifer jedoch weiter und bedrohten den Priester persönlich, indem sie ihm drohten: Entweder du zahlst, oder wir bringen dich um.“ Aus Sicherheitsgründen wollte der Erzbischof den Namen und die Pfarrei des Betroffenen nicht nennen.

Soziale Gewalt ist im Staat Morelos weit verbreitet. Bischof Castro Castro musste dies oft in den verschiedenen Pfarreien seines Bistums feststellen, die er seit Anfang Juli besucht. Der Bischof, der die Diözese erst seit kurzem leitet, möchte sich bei diesen Besuchen ein Bild von der Realität in seiner Diözese machen. „Bei meinen Besuchen in bisher zehn Pfarreien habe ich viel Liebe zu Gott und große Hoffnung unter den Menschen gesehen“, so der Bischof. „Ich bete zu Gott, damit die Gläubigen und die Zivilgesellschaft in unserer Diözese den Bischof als Instrument Gottes für den sozialen Frieden betrachten. Wir brauchen diesen Frieden, damit wir froh und gelassen unseren Weg gehen können. Gewalt und Unsicherheit müssen enden: Diese Forderung höre ich immer wieder“. 

Die weit verbreitet Gewalt, die insbesondere auf Drogenkartelle und die Existenz krimineller Banden zurückzuführen ist, gehört zu den größten Problemen Mexikos.

(Quelle: Fidesdienst, 22/07/2013)