Mexiko: Kirche verurteilt das Massaker von „Sabino Gordo“

21 Personen in einer Bar in Monterrey mit Schusswaffen getötet

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MONTERREY, Mittwoch, 13. Juli 2011 (ZENIT.org).- Nach dem Massaker an 21 Personen in einer Bar im Zentrum der Stadt Monterrey am 8. Juli hat der Erzbischof der Stadt, Kardinal Francisco Robles Ortega, den Schmerz der Kirche ausgedrückt. Obwohl die mexikanischen Behörden den Drogenhandel nachdrücklich eingedämmt hätten, trete dieser dennoch immer wieder „mit extremer Kälte“ auf.

In einer Pressekonferenz mit den lokalen Medien bezog sich der Kardinal auf das, was bereits als „das Massaker von Sabino Gordo“, dem Namen der Bar, bekannt ist, in die eine Gruppe von Mördern eindrang und auf alle schoss, die sich darin befanden. Bisher wurden 21 Opfer verzeichnet.

Der Kardinal von Monterrey äußerte, dass „es sehr schlimm und bedauernswert ist, was wir im Herzen der Stadt erleben“, und beharrte dann auf der Tatsache, dass „die Kriminalität mit überraschend extremer Kälte auftritt, nachdem sie für einen langen Zeitraum eingedämmt schien.“

Der Kardinal erinnerte daran, dass vor wenigen Wochen etwas Ähnliches in einer anderen Bar im Zentrum von Monterrey geschehen sei, was darauf hindeute, dass „die Kriminellen nicht geschwächt sind, sondern dass sie die Macht haben und sozusagen sogar die Unverschämtheit, in diesen beiden Fällen eine schrankenlose Demonstration ihrer Macht zu zeigen“.

Für den mexikanischen Kardinal verbreiten diese Art von Verbrechen den Terror in der Gesellschaft, denn „so sehr man auch darauf besteht, dass diese Personen aus der Verbrecherszene kamen, so darf dennoch niemand auf diese grausame Weise sterben“, und niemand dürfe auf diese Art über das Leben der anderen verfügen.

„Die Verachtung für das Leben, bei der man angekommen ist, bedeutet die Entfernung von Gott, der das Leben ist“, fügte er hinzu.

„Hätten die Verbrecher in ihrem Leben erfahren, dass Gott die Quelle des Lebens ist, sie hätten zweimal darüber nachgedacht“ bevor sie diese Grausamkeiten begangen hätten, unterstrich er und bat gleichzeitig darum, das straffähige Alter für Jugendliche nicht herabzusetzen, „denn sie werden von den Banden gezwungen teilzunehmen, ohne dass ihnen Alternativen auf der Arbeits- oder Rehabilitationsebene geboten werden.“

„Man würde es sich zu einfach machen, einfach Maßnahmen gegen das Verbrechen zu ergreifen, ohne den Dingen auf den Grund zu gehen“, so der Erzbischof von Monterrey.