Mexiko: Migranten-Priester wird bedroht

Weigerung der Zahlung von Schutzgeld führt zu Morddrohung

Rom, (ZENIT.org) | 891 klicks

„Wir holen uns deinen Kopf!“ So lautet die telefonische Morddrohung, die ein verängstigter Auswanderer, der von Unbekannten als Bote benutzt wurde, dem Koordinator der Migrantenunterkunft „La 72“ in Tenosioque (im südmexikanischen Bundesstaat Tabasco), Pater Tomas Gonzalez, überbracht hat, wie der Fidesdienst berichtet.

„Wir haben bereits in der Vergangenheit ähnliche Drohungen erhalten“ so Pater Gozalez gegenüber einem lokalen Radiosender, „weil wir uns weigern, Schutzgeld an Gruppen zu zahlen, die sich der Migranten entledigen wollen“.

Wie aus einer Verlautbarung hervorgeht, erstatteten Mitarbeiter der Unterkunft im Zusammenhang mit solchen Drohungen Anzeige bei der Staatsanwaltschaft, die ihrerseits Ermittlungen auf den Weg brachte. Danach nahm die Zahl der Einschüchterungsversuche jedoch zu.

Auch die Nichtregierungsorganisation „Amnesty International“ hatte bereits von Moddrohungen gegen einen der verantwortlichen Mitarbeiter der Migrantenunterkunft, Ruben Figueroa, berichtet.

Gewalt gegen Menschenrechtskämpfer, die sich für die Rechte der Migranten einsetzen, nahm in jüngster Zeit auch im Süden von Mexiko zu, nachdem sie in den vergangenen Jahren vor allem im Norden weit verbreitet war.