Millionen Obdachlose kämpfen in Afrika ums Überleben

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ROM, 25. September 2007 (ZENIT.org).- Rund 1,5 Millionen Obdachlose, zerstörte Ernten und erhöhte Epidemie- und Seuchengefahr – das Ausmaß der Flutkatastrophe, von der rund 20 afrikanische Länder betroffen sind, sprengt die menschliche Vorstellungskraft. Und eine Entspannung der Situation ist nicht in Sicht.



Wie die Nachrichtenagentur „Fides“ der Kongregation für die Evangelisierung der Völker berichtete, sind bisher rund 270 Menschen aufgrund der heftigen Regenfälle gestorben, die seit Juli anhalten. Fachleute warnen davor, dass sich Malaria und Durchfallerkrankungen ausbreiten, was für unterernährte und hygienisch nicht ausreichend versorgte Bevölkerungsteile den Tod bedeuten könnte.

In Kenia starben 15 Menschen, und 25.000 Menschen haben ihre Wohnungen verlassen. Das einheimische „Rote Kreuz“ lancierte einen Spendenaufruf für die Flutopfer.

In Ostafrika ist die Situation vor allem in Ghana, Burkina Faso und Togo kritisch. In Ghana, wo 30 Menschen starben und 260.000 obdachlos sind, hat die Regierung Nothilfen im Umfang von 67 Millionen Dollar für die von den Überschwemmungen am meisten betroffenen Regionen in Aussicht gestellt.

In Togo starben 60 Menschen, und 66.000 mussten die eigenen Wohnungen verlassen. In Mali starben neun Menschen, und über 41.000 sind obdachlos. Auch in Algerien teilten die Behörden mit, dass infolge der heftigen Regenfälle im Nordwesten des Landes 13 Menschen umkamen.

In Uganda, behindern erneute Regenfälle die Hilfsmaßnahmen im Nordosten des Landes, wo bereits in den vergangenen Wochen die Regenfälle besonders heftig waren. In dem Land sind über 300.000 Menschen von den Folgen der Flutkatastrophe betroffen.

Das Bischöfliche Hilfswerk Misereor, das seit mehr als 50 Jahren in Afrika, Asien und Lateinamerika Hilfe zur Selbsthilfe leistet, und Caritas international bitten um Spenden.