MISEREOR-Fastenaktion 2005 beginnt am 13. Februar

Motto: "Teilen verbindet. Gemeinsam gegen Krankheit in der Welt"

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AACHEN/KÖLN, 28. Januar 2005 (ZENIT.org).- Unter dem Leitwort "Teilen verbindet. Gemeinsam gegen Krankheit in der Welt" startet am 13. Februar, dem ersten Sonntag der Fastenzeit, die insgesamt 47. Fastenaktion des bischöflichen Hilfswerks "MISEREOR". Zu diesem Anlass werden im Freiburger Münster Erzbischof Dr. Robert Zollitsch und Misereor-Hauptgeschäftsführer Prof. Josef Sayer mit Bischöfen und weiteren Gästen aus aller Welt zur Solidarität mit den Kranken und Armen in Afrika, Asien und Lateinamerika aufrufen.



"Armut macht krank" und "Krankheit macht arm“: Von diesem Teufelskreis seien vor allem Menschen betroffen, die in Afrika, Asien und Lateinamerika leben, heißt es in einer Pressemeldung der Erzdiözese Köln. Rund 1,2 Milliarden Menschen kämpfen dort mit weniger als 1 Dollar am Tag um ihr nacktes Überleben, für die Gesundheitsversorgung ihrer Familien hätten diese Menschen daher kaum etwas übrig.

Jährlich sollen rund zwei Millionen Kinder an Durchfallerkrankungen sterben, mehr als eine Million an Masern. Zwei Millionen Menschen, fast ausschließlich Kinder unter fünf Jahren, seien Opfer von einer durch fehlende medizinische Versorgung und Unterernährung verursachten Malaria-Erkrankung, die zum Tod führt. Von den weltweit rund 38 Millionen HIV-Infizierten leben etwa 95 Prozent in Afrika, Asien und Lateinamerika; demnach stirbt dort alle zehn Sekunden ein Mensch an Aids. Eine ausreichende Gesundheitsversorgung bleibe den Opfern dieser Krankheiten aufgrund ihrer materiellen Armut verwehrt.

MISEREOR will in der diesjährigen Fastenaktion die Ursachen und Folgen von Krankheit und Gesundheit in den Blick rücken. Mit der Kinderfastenaktion und der mit dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) durchgeführten Jugendaktion werden auch Jüngere aufgefordert, sich mit dieser Problematik auseinander zu setzen. Solidaritätsläufe, Fastenessen und Workshops mit den teilnehmenden Misereor-Gästen aus Kamerun, Guatemala und Liberia, Indien und Afghanistan tragen dazu bei, sich gemeinsam für mehr Gerechtigkeit einzusetzen.

Das bischöfliche Hilfswerk wurde 1958 von den deutschen Bischöfen gegründet und hat seit seinem Bestehen rund 90.000 Projekte in den Ländern des Südens gefördert. Neben der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit hat Misereor den Auftrag, mit Bildungs-, Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit die bundesdeutsche Öffentlichkeit über die Situation der Armen zu informieren und zu sensibilisieren. MISEREOR fördert alle Menschen in Not, unabhängig von ihrer Rasse, Religion und Nationalität. Die Schwerpunkte der Projektarbeit liegen im Gesundheits- und Bildungsbereich sowie in der nachhaltigen Landwirtschaft.

Für alle Arbeiten ist die Einrichtung auf Spenden angewiesen: Konto 52 100 bei der Sparkasse Aachen, BLZ 390 500 00. Das bischöfliche Hilfswerk MISEREOR hat das Spendensiegel des DZI, des deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen.

Weitere Informationen unter MISEREOR.